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GEschäftsgebühren

| 13.09.2018 16:12 |
Preis: 25,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow


Zusammenfassung: Bei Forderungen sind die Zinsen auch für die Banklaufzeit zu beachten. In der Regel fällt auf Rechtsverfolgungsgebühren die Umsatzsteuer ( Mehrwertsteuer) an.

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

hatte beim Breuninger am 26.06.2018 online Ware bestellt in Höhe von € 57,85 € (Lieferung auf Rechnung). Die Zahlung war fällig am 10.07.2018. Habe aber erst am 10.09.2018 60,85 € (3,00€ Mahngebühr) an Breuninger bezahlt. Also meine Schuld. Keine Frage.

Liquida Inkasso GmbH ist beauftragt und stellt mir folgende Kosten in Rechnung:

Forderung 57,85 € plus Bankrücklastkosten 3,00 € plus Mahnkosten 7,50 € plus 1,3 Geschäftsgebühr 58,50 € plus Post- und Telekommunikationsentgeltpauschale 11,70 € plus 4,12 % aus 57,85 vom 26.07.2018-12.09.2018 0,31 €

Summe 138,86 €

Meine Frage: Ist diese Aufstellung von Liquida so in Ordnung und was muss ich an das Inkassounternehmen jetzt noch bezahlen ? Benötigen Sie das Anschreiben und die Forderungsaufstellung des Inkassounternehmens um besser antworten zu können ?

mit freundlichen Grüßen
NK

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Theoretisch ist die Aufforderung von Liquida nicht zu beanstanden, allerdings fehlt die Umsatzsteuer i.H.v. von 19 % auf die Inkassogebühren. Bitte prüfen sie, ob die USt. aufgeführt ist oder ob ein Grund aufgeführt ist, warum diese nicht berechnet ist. Ansonsten sollten sie Liquida um Korrektur bitten. Zudem fallen täglich weitere Zinsen an, bis der Geldeingang auf dem Konto des Gegners ist. Also hier bitte die Banklaufzeit ( 1-2 Tage beachten, bei Überweisungen am Donnerstag nach 18 Uhr besser 4 Tage bis Montag rechnen, da Wochenende dazwischen ist ) beachten und die Zinsen mitbegleichen.

Ihre Zahlung muss wie folgt aussehen:

57,85 Forderung zzgl Zinsen von 0,31 € zzgl weitere Zinsen pro Tag der Nichtzahlung (heute) und Banklaufzeit
i.H.v. 0,01 € (gerundet - korrekt: 0,0065 €) pro Tag, bei vier Tagen also
0,026 € + für den Tag heute 0,0065 €= 0,00325 € ( also 0,04 €)
3,00 Maghngebühren
7,50 Mahngebühren ( etwas hoch)

Macht für die Grund-Forderung erstmal 68,70 € ( bei Überweisung heute und Zahlungseingang am Montag) .

Nun kommen die Kosten der Rechtsverfolgung:
1,3 Geschäftsgebühren i.H.v. 58,50 €
Post- und Telekommunikationsentgeltpauschale i.H.v. 11,70 €
USt 19% : 13,34 €
Kosten der Rechtsverfolgung: 83,54 €


Der von ihnen zu überweisende Gesamtbetrag beträgt also : Grundforderung (68,70) +Rechtsverfolgungskosten (83,54 €) = 152,24 €

Der Gesamtrechnungsbetrag inkl. aller Zusatzzinsen ab 13.09.2018 und Umsatzsteuer beträgt also 152,24.

Sollte eine Umsatzsteuer nicht notwendig sein ( z.B. Kleinunternehmerregelung) wäre der Gesamtbetrag die Grundforderung ( 68,70 €) + Inkassogebühren ohne USt (70,20 €) = 138,90 €


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 14.09.2018 | 10:26

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