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GEWERBEVERMIETUNG - RÜCKFORDERUNG VON MAKLERPROVISION WEGEN VORZEITIGER BEENDIGUNG ?

| 06.11.2014 23:37 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


01:24
Sehr geehrte Damen und Herren,

zum 1. August 2011 vermieteten wir eine Gewerbeeinheit. Für die Vermittlung des Mietvertrages mit einer festen Laufzeit von drei Jahren zahlten wir an den Makler eine Vermittlungsprovision von 3 Nettokaltmieten (eine pro Jahr) zzgl. Mwst. Bezüglich der Bonität des Mieters sagte uns der Makler, dass dieser seriös und zuverlässig wäre und er diesen schon seit Jahren persönlich kenne. Da dieses Maklerbüro unser Objekt als Hausmeisterdienst betreut, wurde kein formeller Maklervertrag für diese Vermietung geschlossen.

Leider stellte sich bereits kurz nach Mietbeginn heraus, dass der Mieter erst gar keine Zahlungen leistete und später auch immer wieder nur Teilbeträge. Im Oktober 2012 zog er aus, obwohl der Mietvertrag für die Dauer von drei Jahren geschlossen war. Er hinterließ erhebliche Schäden am Mietobjekt und einen fünfstelligen Betrag an Schulden. Nachdem wir Klage eingereicht hatten, stellte der Mieter einen Insolvenzantrag.

Haben wir das Recht, die bezahlte Maklerprovision in voller Höhe (die Auskunft des Maklers zur Bonität des Mieters war zweifelsfrei falsch!) oder zumindest anteilig (der Mieter hat den Mietvertrag über drei Jahre nicht eingehalten!) zurück zu fordern? Ist dies auch mehr als drei Jahre nach Zahlung der Provision noch möglich? (Hinweis: Wir haben das Objekt nicht als Kaufleute, sondern als Privatperson vermietet).

Im Voraus besten Dank für Ihre Bemühungen.
07.11.2014 | 00:20

Antwort

von


(531)
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wenn der Makler im Jahre 2011 tätig wurde, wären Ihre etwaigen Schadensersatzansprüche noch nicht verjährt, Verjährung würde allerdings mit Ablauf des 31.12.2014 eintreten.

Ob Sie überhaupt Ansprüche gegen den Makler haben, hängt davon ab, ob Ihnen dieser tatsächlich zumindest fahrlässig falsche Auskünfte über Tatsachen erteilt hat und - wenn ja – Sie dies auch beweisen können.

Die Angabe des Maklers, er kenne den Mieter seit Jahren und dieser sei seriös und zuverlässig, wäre z. B. dann eindeutig falsch, wenn er den Mieter nicht seit Jahren kannte oder von früheren Unregelmäßigkeiten im Geschäftsgebaren des Mieter wußte.

Der Makler haftet jedoch nicht dafür, daß der Mieter sich nicht zum Negativen entwickelt.

Nur wenn Sie also den Beweis dafür erbringen können, daß der Makler Angaben über den Mieter machte, welche bereits zum Zeitpnkt des Vertragsschlusses falsch waren, können Sie Schadensersatz von dem Makler verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 07.11.2014 | 00:50

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für Ihre rasche Rückmeldung! Einen Teil meiner Frage haben Sie aber noch nicht beantwortet: Hat der Makler, unabhängig von einem Verschulden seinerseits, die Provision anteilig zu erstatten für den Zeitraum vom vorzeitigen Auszug bis zum Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit des Mietvertrages?! Hätte er einen Mietvertrag mit ein- oder zweijähriger Laufzeit vermittelt, hätte seine Maklerprovision auch nur eine bzw. zwei Nettokaltmieten zzgl. Mwst. betragen. So haben wir gewissermaßen drei Jahre Laufzeit "bezahlt" aber nur gut ein Jahr "erhalten". Herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2014 | 01:24

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

der Anspruch des Maklers auf die Provision entsteht grundsätzlich bereits mit dem Abschluß des Hauptvertrages und hängt nicht von der Durchführung des Vertrages ab (§ 652 BGB; BGH, Urteil vom 14.07.2005 - III ZR 45/05 -). Dies kann nur dann anders sein, wenn es sich aus dem konkreten Maklervertrag ergibt. Daß Sie drei Monatsmieten Maklerprovision für eine dreijährige Vertragslaufzeit gezahlt haben, ist zwar ein Indiz für eine entsprechende Beschränkung des Provisionsanspruchs, jedoch kein Beweis.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.11.2014 | 13:06

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.11.2014
4,8/5,0

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