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Funktionsfähige Ware verkauft, nun meint Käufer Ware sei defekt

29.09.2018 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Pilarski


Zusammenfassung: Rechte bei Kauf eines Notebooks.

Ich habe über Facebook ein Netbook (für 90euro inkl. Versand) was ca. 6 Jahre alt ist Verkauft. Habe es vor versenden nochmals gestartet um sicher zu gehen, das es auch wirklich funktioniert, was es auch tat. Also verpackte ich das Netbook sorgfältig und sendete es Versichert an den Käufer. Am 8.9. Kam das Paket an und am 12.09. Teilte mir der Käufer mit er habe das Netbook bei einem Fachmann abgegeben, da er dies nicht mit dem Internet verbinden kann. Auf meine Frage wie der Fachmann heißt bzw. In welchem Geschäft dieser arbeitet habe ich bis heute keine Antwort erhalten. Weiterhin teilte ich mit, das der Artikel bei mir funktionierte und eine Rücknahme nicht möglich ist, da ich auch nicht weiß was der Käufer mit dem Gerät gemacht hat. Daher bot ich meine Hilfe an, für diese wurde sich bedankt und der Käufer meldete sich seit dem 12.09 nicht mehr. Bis zum 29.09. Heute schrieb der Käufer er habe nach langer Zeit das Netbook vom Fachmann zurück bekommen und es sei so das es sich nun zusätzlich auch mit lankabel nicht verbinden würde und der akku ja auch nicht mehr so lange durchhalten würde. Und sie am Montag eine Anzeige wegen vortäuschen funktionsfähiger Ware gegen mich machen möchte.
Wer ist hier in der Beweislast? Ich habe vor versenden noch ein bild vom laufenden Gerät gemacht als Beweis das es läuft. Steht in diesem Fall nicht Aussage gegen Aussage? Ich verkaufe nur Ware die ich selber noch nutzen würde die also voll funktionsfähig ist, und bin mir keiner Täuschung bewusst. Viel mehr habe ich den Eindruck das der Käufer mit der Ware nur nicht zufrieden ist. Wer hätte bei einer Anzeige erfolg?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben mit dem Käufer einen Kaufvertrag über das Notebook geschlossen. Sie haben die Pflicht, die wäre mangelfrei zu übergeben und zu übereignen. Der Käufer hat die Pflicht zur Kaufpreiszahlung.

Sollte der Käufer nun behaupten, die Sache sei mangelhaft, muss er dies beweisen. Selbst wenn er dies kann, dann haben Sie die Nachweise in Form der Fotos vom funktionsfähigen Notebook. Das würde für Mängel sprechen, die nach Übergabe entstanden sind.

Meiner Ansicht nach haben Sie nichts zu befürchten, schon gar nicht strafrechtliche Konsequenzen. Dazu müsste Ihnen eine vorsätzliche Täuschung mit Bereicherungsabsicht bei Verkauf nachgewiesen werden, die Sie offensichtlich nicht hatten.

Der Käufer wird einfach unzufrieden sein. Vor dem Hintergrund des Alters des Notebooks muss ihm auch ein nicht nagelneuer Zustand klar gewesen sein. Sollte der Käufer weiterhin Problem machen, kann ich Ihnen gerne anbieten, Sie zu vertreten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Pilarski
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2018 | 08:46

Ich habe soeben nochmals den Textverlauf gelesen, in diesem teilte mir der Käufer mit, "wenn sich das Gerät verbindet, wirft es einen kurz danach wieder aus dem Internet" also muss sich das Gerät ja ursprünglich doch verbunden haben.
Nun habe ich in meiner Anzeigekeinen Passus wegen Privatverkauf keine Rücknahme/Garantie oder Gewährleistung geschrieben. Bin ich gezwungen aufgrund dessen den Artikel doch zurücknehmen zu müssen?
Oder sollte ich dem Käufer eine Preisminderung anbieten um der Sache aus dem weg zu gehen, damit dieser Ruhe gibt?
Ich kann mir leider keinen Anwalt leisten und weiß nicht wie ich reagieren soll, wenn tatsächlich eine Anzeige schriftlich ankommt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.09.2018 | 12:46

Wer geehrter Ratsuchende,

selbst wenn die Gewährleistung nicht von Ihnen ausgeschlossen wurde, muss der Käufer den Mangel nachweisen. Wenn er sogar selbst schreibt, dass sich das Gerät verbindet, sollte das Problem sogar eher in seinem WLAN liegen und nicht an einem vermeintlichen Mangel. Insoweit würde ich dem Käufer auch nicht mit einer Minderung entgegenkommen derzeit. Über einemsokche Einigung kann nachgedacht werden, wenn der Käufer tatsächlich erwägt, gerichtliche Schritte einzuleiten. Aber selbst für den Fall eines Gerichtsverfahrens würde Ihnen bei schwachen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen Prozesskostenhilfe gewahrt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Pilarski
Rechtsanwalt

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