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Fundunterschlagung Handy/ Bedrohung


20.06.2006 08:23 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Mein Sohn, 16 Jahre, hat in der Schule ein Handy gefunden und es zunächst auch nicht zurück gegeben. Er hat darüber mit einer Mitschülerin gesprochen, die ihm geraten hat, es zurück zu bringen. Dazu konnte sich mein Sohn jedoch erst nach einigen Tagen durchringen, er hat es dann dorthin zurück gelegt, wo er es gefunden hatte. Leider nicht zum Sekretariat gebracht!
Sicher hat er auch mal probiert, damit zu telefonieren (mit seiner Karte), es war allerdings nicht seine Absicht das Handy zu verkaufen etc.
Nun ermittelt die Polizei wegen Unterschlagung!
Zu seinem Unglück hat er auch noch sein Handy an einen Freund verborgt, allerdings hatte er da das andere schon zurück gebracht. Es war ein reiner Gefallen unter Freunden,da dieser ihn des öfteren mit dem Auto cauffiert hat.
Nachdem das Handy bereits nicht mehr im Besitz meines Sohnes war,kamen an meheren Abenden bis zu 15 Jugendliche zu uns, 2 davon direkt zur Haustür und bedrohten meinen Mann und mich und bezichtigten uns des Diebstahles, dies war der Augenblick, als wir von der Sache überhaupt erfuhren. Die Jugendlichen bedrohten auch meinen Sohn telefonisch etc. mit du bist tod...
Was kann auf uns zukommen, wie soll ich mich verhalten?, kann ich die Jugendlichen wegen Hausfriedensbruch anzeigen?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

1. Zunächst rate ich Ihnen dringend, einen Anwalt mit Schwerpunkt Jugendstrafrecht aufzusuchen. Für einen möglichst positiven Verlauf der Ermittlung ist Akteneinsicht erforderlich. Sollte es zu einer Verhandlung kommen, sind die Besonderheiten des Jugendstrafrechts mit einzubeziehen. Spätestens dann, wenn es zu einer Vorladung kommt, sollten Sie den Anwalt aufsuchen.
2. Selbstverständlich können Sie die Jugendlichen Ihres Grundstücks verweisen. Auch können Sie Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstatten. Mögliche Wege wären die Kontaktaufnahme zur Schule und Lehrern.
3. Rechtlich stellt das Verhalten Ihres Sohnes zumindest von außen betrachtet eine Unterschlagung dar (Text s. u.).


§ 246
Unterschlagung
(1) Wer eine fremde bewegliche Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zueignet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
(2) Ist in den Fällen des Absatzes 1 die Sache dem Täter anvertraut, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.
(3) Der Versuch ist strafbar.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion und auch zur weiteren Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.06.2006 | 09:53

Sehr geehrter Herr Timm,
vielen Dank für die schnelle Rückinfo.
Ich muss zugeben, dass ich die Sache wohl unter falschen Gesichtspunkten betrachtet habe,nämlich unter denen, dass hier wohl keine Straftat vorliegt.
Es brennt, da wir die Vorladung der Polizei am 16.06.2006 für den 22.06.06 bekommen haben. Ich war leider bis gestern auf Dienstreise und konnte mich aus diesem Grunde nicht früher damit beschäftigen.
Können Sie mir einen Anwalt empfehlen, für Raum Auerbach/Vogtl. und können Sie ungefähr abschätzen, was an Kosten auf uns zukäme?
Ist das terminlich überhaupt noch zu schaffen?
Ich bin jetzt ziemlich
Kann man vorschlagen, die Sache außergerichtlich zu klären?
Danke nochmals für Ihre Hilfe.
Vielen Dank Scientific

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.06.2006 | 11:01

Zu spät ist es noch nicht.

Zur Vernehmung muss Ihr Sohn nicht erscheinen. Er sollte dies auch nicht. Sie können die Polizeibeamten hierüber informieren (der Höflichkeit halber). Erst wenn eine staatsanwaltschaftliche Vorladung eingeht, muss Folge geleitet werden. Vorher sollte ein Anwalt beauftragt werden, der dann entsprechend die Polizeibeamten informieren wird.

Im Strafrecht werden meist Vergütungen vereinbart. Deshalb ist es schwer, genaue Kosten hierfür anzugeben. Es hängt v. a. mit dem zeitlichen und fachlichen Aufwand zusammen. In unserer Kanzlei würde hierfür ca. Kosten zwischen 600,00 EUR und 1.500,0 EUR anfallen.

Der Verteidiger wird versuchen, das Verfahren zur vorzeitigen Einstellung zu bringen. Dann kommt es nicht mehr zu einer gerichtlichen Verhandlung. Da im Jugendstrafrecht häufig auch ein pädagogischer Faktor eine Rolle spielt, ist eine mündliche Verhandlung schon aus diesem Gesichtspunkt nicht auszuschließen.

Die Empfehlung eines Anwalts lasse ich Ihnen per E-Mail zukommen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

RA Timm

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