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Fundunterschlagung - Geldbeutel auf der Straße

04.06.2008 12:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Der Sachverhalt ist folgender:
Nach einer Feier ging ich stark alkoholisiert nach Hause und habe auf der Straße eine Geldbörse gefunden. Ohne reinzusehen habe ich sie erst auf einen Stromkasten in der Nähe gelegt (damit der Besitzer sie findet), hatte dann aber Angst, dass sie gestohlen wird und habe sie mitgenommen. Auf dem Weg von 200m nach Hause geriet ich mit einem LKW-Fahrer aneinander, den ich davon abhalten wollte, im Parkverbot vor unserem Haus zu halten (ich bin leider zu stur wenn ich betrunken bin). Der hat dann die Polizei gerufen (es kam zu keiner Handgreiflichkeit o.ä.! Ich habe nur das Parken verhindert..), die bei meiner Durchsuchung den fraglichen Geldbeutel sicherstellte. Aus dem Durchsuchungsprotokoll habe ich später erfahren, dass dieser 5 Euro Bargeld, eine BahnCard, eine VisaCard sowie eine Bankkarte enthielt. Da ich stark alkoholisiert war, konnte ich in dem Moment praktisch keine Angaben dazu machen.
Jetzt ist ein Brief der Polizei gekommen, dass ich wegen Fundunterschlagung nach §246 StGB beschuldigt bin und ob ich mich dazu äußern möchte (schriftlich oder mündlich). Ich hatte auf keinen Fall vor, den Geldbeutel zu behalten o.ä., wußte aber weder, dass ich den Fund sofort zur Anzeige bringen muß noch wäre ich dazu noch in der Lage gewesen.
Noch meine Fragen:
-soll ich mich dazu äußern?
-wenn ja, schriftlich oder mündlich?
-was erwartet mich, wenn ich schuldig gesprochen werde (ich bin nicht vorbestraft o.ä.)?

Sehr geehrter Ratsuchender,

der theoretische Strafrahmen reicht bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Bei einem Ersttäter und dem geringen Wert der Beute sollte es bei einer Verurteilung eine Geldstrafe zwischen 5 und 90 Tagessätze sein.
Ein Tagessatz ist 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens. Wichtig ist, dass 90 Tagessätze nicht überschritten werden. Denn nur wenn es mehr als 90 Tagessätze sind, steht es im Führungszeugnis.

Grundsätzlich ist es erlaubt, einen Fund erst einmal mit nach Hause zu nehmen um dann in Ruhe nachzusehen, ob es Hinweise auf den Eigentümer gibt und den dann zum Beispiel telefonisch zu benachrichtigen. Erst wenn man keine Hinweise auf den Eigentümer findet, muß man die Polizei oder ein Fundbüro aufsuchen, um die Sache dort abzugeben.
Ich nehme an, dass Sie dies am nächsten Tag machen wollten. Allerdings wird man Sie fragen, warum Sie den Fund nicht der Polizei gemeldet haben, als sie wegen des Parkens sowieso anwesend war. Da kommt es darauf an, wie glaubhaft Ihre Aussage ist.

Am wahrscheinlichsten erscheint mir bei Ihnen, dass die Sache wegen Geringfügigkeit eingestellt wird § 153 StPO. Eventuell ist die Einstellung mit einer Auflage verbunden § 153a StPO. Das bedeutet dann, dass Sie eine Zahlung an eine gemeinnützigen Einrichtung oder des Staates bezahlen und die Sache damit erledigt ist.
Eine Äußerung erscheint mir in Ihrem Fall sinnvoll, damit unter anderem bei den eingesetzten Beamten überprüft werden kann, ob Sie wirklich so betrunken waren, wie von Ihnen angegeben. Der Alkoholgenuß wirkt sich hier zu Ihrem Gunsten aus.
Eine mündliche Äußerung würde ich hier der schriftlichen vorziehen, damit Nachfragen schnell beantwortet werden können. Bei einer schriftlichen Äußerung würde sich das im Fall von Nachfragen unnötig in die Länge ziehen.

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