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Fundunterschlagung


26.03.2006 21:16 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo, ich bitte mein Deutsch zu entschuldigen, ich bin nicht lange in Deutschland.
Also was pessiert ist, ist unglaublich. Ein Freund von mir hat so was gemacht: es gibt Tageskarten für S-bahn und so weiter überall in Deutschland. Wenn er so eine Karte benutzt hat, da, wo er das nicht mehr braucht, er hat es umgetauscht gegen eine neue Tageskarte. Ok, sagen wir ich fahre weg, kaufe eine Tageskarte und fahre bis zum Bahnhof, wenn ich da bin, komme ich zu jemandem der gleiche karte hat, aber muss es noch stempeln, und sage "Shauen Sie, ich habe eine Karte für heute, geben Sie mir Ihre neue Fahrkarte, und nehmen Sie meine".
Also, er wurde von zwei Polizisten kontrolliert, und Sie haben in seiner Tasche 30 solche Fahrkarten gefunden. Die haben dann die Karten überprüft, ob sie gefälscht sind. Die karten wahren natürlicht nicht gefälscht, aber der Mann hat Angst gehabt die wahre Geschichte zu erzälen, und hat gesagt er hat die Karten gefunden.
Er hat die Karten nachdem teilweise zurückbekommen. zwei Tage danach hat er die Polizeistelle angerufen, und gefragt, ob er die andere Fahrkarten zurückbekommen kann. Sie haben gesagt ja, aber als er gekommen ist haben ihn da 4 Stunden gehalten und gefragt alles mögliche, sind zu ihm nach Hause gefahren und wollten sehen wo und wie er wohnt.
Die Sache ist dass sie haben ihn wegen "Fundunterschlagung" angezeigt. Die Karten die er gehabt hat, würden insgesamt ungefähr 350€ kosten. Können Sie mir bitte sagen wie schlimm dass sein kann? Muss er strafe zahlen, oder was? Ist er dann Vorbestraft? Kann es eingestellt sein? Und wie lange kann es dauern, bis er weiss was ihm passiert wird? Der Mann ist total harmlos, und die Karten waren auch 6 und auch 3 Monate alt...
Vielen Dank
M.
26.03.2006 | 22:19

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller.

Ich beantworte Ihre Frage wie folgt

Unterschlagung (wozu auch die Fundunterschlagung gehört) wird mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe geahndet.Bei einem Wert von 350 € ist eine Geldstrafe wahrscheinlich, solange es keine einschlägigen Vorstrafen gibt, aber das ist von Gericht zu Gericht unterschiedlich. Die Geldstrafe erfolgt in Form von Tagessätzen. Ein Tagessatz ist ein/dreissigstel eines Monatsgehaltes.

Vorbestraft ist man ab einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen.

Eingestellt werden kann ein Verfahren wegen Geringfügigkeit.
350 € ist meines Erachtens zuviel, um es als geringfügig ansehen zu können, jedoch hängt dies stets von der Staatsanwaltschaft ab und von einem eventuellen Vorstrafenregister.

Normalerweise reagiert die Staatsanwaltschaft binnen 2 - 4 Wochen, aber dies ist auch von Staatsanwaltschaft zu Staatsanwaltschaft unterschiedlich.

Ich bedaure, Ihnen keine konkretere Antwort geben zu können, aber gerade bei Strafsachen ist es wichtig, Einblick in die Akte haben zu können, was bei einer Online-Beratung naturgemäß schwerfällt.

Man kann jederzeit bei der Polizei oder bei der Staatsanwaltschaft anrufen, und um Mitteilung über den Sachstand bitten.
Wenn man keinen Anwalt hat, der einen verteidigt, kann man selbst gemäß § 147 Abs. 7 StPO bei der Polizei bzw. der Staatsanwaltschaft eine Kopie/Ablichtung der Akte beantragen.
Bei solchen Anfragen ist es ratsam, das Aktenzeichen der polizeilichen Strafanzeige zu nennen, damit die Akte gefunden werden kann.

Die Behauptung, die Karten gefunden zu haben, kommt einem Geständnis gleich. Dieses Geständnis kann jederzeit (z.B. per Brief an die Polizei) widerrufen werden. Ob dies hier sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich die Akte nicht kenne.

Leider kann ich nur eine solch generelle Antwort geben und muß Ihnen raten, einen Anwalt vor Ort zu beauftragen, wenn Sie konkreteren Rat wünschen.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragemöglichkeit.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber


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