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Für die Kleinunternehmerregelung relevanter Umsatz

27.10.2016 09:26 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Weichel


Sehr geehrter Steuerprofi,

ich bin Kleinunternehmer (nach § 19 UStG) und verkaufe Artikel auf Kommission. Das heißt, ich handel auf eigenen Namen jedoch auf fremde Rechnung. Ich weise auf meinen Rechnungen keine Umsatzsteuer aus.
Ich habe mit meinen Kunden (dem Kommittenten) einen Verkaufs-Kommissionsvertrag.

Auf meine erste Frage (auch über diese Plattform gestellt) „ Wie errechnet sich der für die Kleinunternehmerreglung relevante Umsatz?

Beispiel: Ich würde ein PKW im Kundenauftrag für 20.000€ verkaufen und dafür eine Provision in Höhe von 5% (1.000,00€)erhalten.
Was ist nun mein für die Kleinunternehmerregelung relevanter Umsatz? 20.000€ (Was bedeuten würde, ich läge deutlich über der Umsatzgrenze) oder die 1.000,00€ Provision?"
Wurde mir bereits sehr hilfreich geantwortet, dass lediglich die 1.000,00€ Provision relevant sind.

Nun zu meiner weiteren Frage:

Ich habe mit dem Kommittenten im Kommissionsvertrag geregelt, dass alle anfallenden Kosten (die im Zusammenhang mit dem Verkauf stehen) von ihm übernommen werden.
Beispiel: PKW-Verkauf 20.000,00€ bedeutet 1.000,00€ (5%) Provision für mich. Kosten sind mir in dem Zusammenhang in Höhe von 200,00€ entstanden. Dem Kommittenten zahle ich vereinbarungsgemäß 18.800,00€ aus. Die entstandenen Kosten sind für mich lediglich durchlaufende Posten. Die Weitergabe erfolgt „Eins zu Eins" an den Kommittenten.

Erhöht sich jetzt mein relevanter Umsatz um 200,00€ auf 1.200,00€? Die entstandenen (und bereits bezahlten) Kosten in Hohe von 200,00€ kann ich selbstverständlich belegen (schon alleine für den Kommittenten).

Oder ist nur meine tatsächliche Provision (1.000,00€) der für die Kleinunternehmerreglung relevante Umsatz?

Vielen Dank für eine Antwort.

Freundliche Grüße

Sehr geehrter Ratsucher,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer rechtlichen Ersteinschätzung wie folgt beantworten:

Soweit Sie aus dem Geschäft 1.200 EUR erlangt haben, ist dies Ihr maßgeblicher Umsatz.

Die Tatsache, dass es sich bei den 200 EUR um sog. Verkaufskosten handelte, steht dem nicht entgegen. Maßgeblich ist insoweit, dass Ihnen aus dem Geschäft insgesamt 1.200 EUR zugeflossen sind. Dieser Betrag ist dann für die Ermittlung der in § 19 UStG einschlägigen Umsatzgrenzen relevant.

Etwas anderes gilt aber in ertragsteuerlicher Hinsicht. Hier können Sie die 200 selbstverständlich bei der Ermittlung Ihres Gewinns nach § 4 Abs. 3 EStG zum Abzug bringen.


Danke für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
(Weichel)
Rechtsanwalt

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