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Für 'Probezeit' keinen Lohn?


06.07.2005 16:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Habe gestern für eine Zeitarbeitsfirma bei einem Fleischgroßvertrieb angefangen. Habe gestern weisungsgemäß von 6.00 bis 14.00 uhr gearbeitet und bin heute pünktlich um 3.00 Uhr in der Früh zur Arbeit erschienen, weil die Schichtmitarbeiter mir das so sagten. Gegen 7.30 tippte mir die Schichtleitervertreterin (Die Vorgesetzte ist in Urlaub) auf die Schulter und schickte mich heim.
Der Vertreter der zeitarbeitsfirma, den ich SOFORT telefonisch informiert hatte, rief mich später zuhause zurück mit folgenden Infos:
1. Der Betrieb habe nicht genügend Arbeit... soweit ok, auch andere Zeitkräfte wurden ausgestellt.
2. Der Abteilungsleiter wäre der Überzeugung, dass ich der Arbeit nicht gewachsen wäre (körperlich).
dazu muss ich sagen, dass ich mit dem dauerstehen am ersten Tag schon Probleme hatte, aber das ist meiner Meinung nach reine Gewöhnungssache. Am 2. tag, also heute, hatte ich auch nach immerhin 3,5 Stunden Arbeit noch keine Probleme oder Scherzen in den Beinen und bin der festen Überzeugung, dass ich diese Arbeit auch durchstehen würde.

Fakt ist aber, dass ich wegen der Aussage des Abteilungsleiters, der mich nicht gesehen hat (und ich ihn nicht), keinesfalls in die Abteilung zurückkann, weil dieser das nicht will.

Problem:
Laut dem Herren der zeitarbeitsfirma wäre ich dort "in probearbeit" gewesen, diese würde vom Einsatzbetrieb nicht bezahlt. Und durch die Blume klang an, dass ich keinen Lohn erhalte!
Gestern hiess es telefonisch noch, ich würde einen Arbeitsvertrag erhalten, Stundenlohn, Urlaub etc ist ausgehandelt, ich habe eine schriftliche Aufforderung, die fehelenden Arbeitspapiere (Lohnsteuerkarte) einzureichen.
Muss ich jetzt befürchten, für immerhin 13,5 Stunden knochenharte Arbeit umsonst geschuftet zu haben?
MIR wurde im Vorfeld nichts von "Probeeinsatz" gesagt! Vielmehr von Arbeitszeit ab 6.00 Uhr, und trotzdem bin ich, weil mir das so im betrieb so gesagt wurde, ohne Protest nachts um 3 zur Arbeit erschienen.

Ich habe telefonisch nochmal ausdrücklich meine Arbeitsbereitschaft erklärt, habe auf Anfrage auch positiv bekundet, ggf in einer anderen Branche zu arbeiten (Papiergewerbe-Kuvertierungsstrasse im Akkord) und Fahrten bis zu 50Km einfache Entfernung zu akzeptieren, auch 3-Wechsel-Schicht wäre kein Thema.

Kann mir die Zeitfirma wirklich für die 1,5 Tage den Lohn verweigern?
Ich möchte die Arbeit, egal in welchem Betrieb, nicht wieder verlieren... nach 10 Jahren Familie+Kindern und mit über 40 ist es in unserer Region mehr als schwer, überhaupt wieder eine Anstellung zu finden! Aber ich bin nicht bereit, für "umme" derart zu schuften und mir dann unterstellen zu lassen, ich könne harte Arbeit nicht durchstehen (ich arbeite daheim, solange ich keinen Job habe, in der Landwirtschaft mit und DAS ist knochenhart!)

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich kann Sie beruhigen. Sie haben einen Anspruch auf die vereinbarte Vergütung.

Sofern nun behauptet wird, es sei ein "Probearbeitsverhältnis" gewesen, spielt dieses für Ihren Lohnanspruch keine Rolle.

Eine Probezeit müsste zum Einen mit Ihnen vereinbart worden sein und würde zum Anderen auch nicht den Lohnanspruch, sondern allenfalls die Kündigungsfristen abkürzen.

Machen Sie daher Ihren Anspruch geltend; eine Verweigerung der Zahlung wäre nicht rechtens.


Ich wünsche Ihnen alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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