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Für Mängelbeseitigung Vorkasse verlangen?


14.11.2013 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren.

Unser Kunde hat eine Mängelanzeige übermittelt.

Sobald die detaillierten Informationen hierzu vorliegen, werden im Betrieb eine Vorab-Prüfung durchführen. Sollte sich jedoch herausstellen, dass wir mit diesen Informationen nicht viel anfangen können, müssten wir vor Ort beim Kunden eine technische Prüfung an unserem damaligen Lieferumfang durchführen. Nur so können wir feststellen ob es sich um Mängel handelt, die dann ggf. beseitigt werden könnten.

Wir wollen dem Kunden diesen Einsatz berechnen, sofern sich herausstellt, dass es kein durch uns verursachter Mangel ist. Da wir derzeit ein angespanntes Geschäftsverhältnis haben und wegen anderer Projekte im Rechtsstreit mit Zahlungsverweigerung liegen, befürchten wir, dass wir bei einem weiteren Einsatz kein Geld erhalten.

Kann ich, sofern gerechtfertigt, für diesen Einsatz zur Überprüfung möglicher Mängel, als Sicherheitsleistung eine Vorkassezahlung "verlangen"? Diese wird natürlich sofort erstattet, sofern der Kunde sich im Recht befindet und einen Anspruch auf Mängelbeseitigung hat.

Darf ich das so verlangen und zur Voraussetzung dieses Einsatzes machen?

Vielen Dank und viele Grüße

-- Einsatz geändert am 14.11.2013 11:17:09
14.11.2013 | 12:07

Antwort

von


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Sehr geehrte Damen und Herren,

bei einem behaupteten Mangel nach Übergabe der Sache befindet sich der Kunde grundsätzlich immer in der Beweispflicht, sodass Sie, sofern der Mangel nicht nachweislich feststeht oder sich für Sie aufdrängt, vorab Fahrtkosten und auch eine Aufwandspauschale berechnen können und Ihren Einsatz von dieser Bezahlung abhängig machen können.

Diese kann der Kunde allerdings zurück verlangen, wenn feststeht, dass ein Mangel besteht, für den Sie Gewährleistung bieten müssen.

Es besteht allerdings immer auch das Risiko, dass der Kunde, sofern er alle ihm möglichen Angaben hinsichtlich des Fehlers gemacht hat, Ihnen eine Frist zur Nachbesserung setzt und nach Ablauf den Mangel von einem Dritten beseitigen lässt und Schadensersatz dafür fordert oder aber vom Kauf zurücktritt.

Dieses ist immer dann zulässig, wenn der Kunde Ihnen alle ihm möglichen Informationen zugesandt hat, Sie sodann die Überprüfung von einer Kostenpauschale abhängig machen und sich im Nachhinein herausstellt, dass die Mängelanzeige berechtigt gewesen ist und Sie beseitigungspflichtig gewesen wären.

Das vorherige Verlangen einer Kostenpauschale würde ich daher nur dann machen,

1) wenn der Kunde den Mangel nicht richtig beschreibt und Ihnen nicht alle Daten zur Verfügung stellt oder

2) aber generell auch in jedem Fall vorab. Sollte der Kunde Ihnen allerdings dann eine Frist zur Nachbesserung setzen und hat er Ihnen alle erforderlichen Daten mitgeteilt, würde ich schon rausfahren und den Mangel untersuchen, um einen Rücktritt oder einen Schadensersatzanspruch zu vermeiden, der aber noch von der vorherigen Fristsetzung abhängt.

Fazit: Grundsätzlich möglich, wenn Kunde nicht die erforderlichen Daten zur Verfügung stellt oder diese Ihnen noch keine Frist zur Nachbesserung gesetzt hat.


ANTWORT VON

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