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Für 330.-€-Brille nur 50.-€ Ersatz von Haftpflicht


| 02.09.2005 12:19 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Ich hoffe die Rubrik stimmt - ich bin da nicht bewandert.

Habe kürzlich durch den sürmischen Hund einer Bekannte meine Brille zerstört bekommen.
Habe vor 8-9 Jahren 330.-€ für die Brille bezahlt. Die neue die ich kaufen mußte hat jetzt 600.-€ gekostet.
Habe der Versicherungsnehmerin die Rechnung über alte Brille (die zerstört wurde)gegeben.
Der Bescheid der Versicherung sagt, daß "Optiker ermittelt hätten, ein Brille würde im Durchschnitt nur 3-5 Jahre genutzt".
Deshalb nur 50.-€ Verrechnungscheck!!!

Frage: Ist das anfechtbar?
Ich habe eine so teuere Brille, da ich sehr unterschiedlich Sehfehler auf beiden Augen habe, die bei billigeren Gläsern ein geradezu entstellend verzerrtes Gesichtsbild zeigen (ein Auge groß und unförmige Verzerrungen, etc. pp.)

Aus diesem Grund kaufe ich mir auch nicht alle "3-5" Jahre eine neue Brille!!!!!
Ausserdem scheint eine solche Arguemtation mir nahezulegen, es gäbe einen "Wertverlust" für eine medizinische Sehhilfe! Ich kann doch unmöglich eine solche Brille auf dem "Gebrauchtmarkt" erstehen...!!!

Meine Frage ist also: Lohnt es hier mit einem Rechtsanwalt vorzugehen, oder sind da keine oder nur wage Erfolgsaussichten?

Danke vielmals und herzliche Grüße,
Jan Trinkl

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Sehr geehrter Ratsuchender,

nach § 249 BGB haben Sie Anspruch auf Herstellung des Zustandes, der bestehen würde, wenn das schädigende Ereignis nicht eingetreten wäre. Das bedeutet, die Versicherung hat Ihnen zum Schadensausgleich den Geldbetrag zu zahlen, der erforderlich ist, um wieder eine vergleichbare Brille anzuschaffen. Das bedeutet, dass Sie ggf. den vollen Kaufpreis der neuen Brille ersetzt verlangen können, sofern diese der alten Brille entspricht, also gleichwertig ist.

Was die Versicherung gerade versucht, ist folgendes: Man geht davon aus, dass die alte Brille ohnehin schon längst hätte durch eine neue ausgetauscht werden müssen, da ihre normale Gebrauchszeit um war. Man geht also davon aus, dass Sie ohnehin schon längst eine neue Brille angeschafft hätten müssen. Man kann sich dass so vorstellen, als hätten Sie schon eine neue Brille (die Sie selbst hätten bezahlen müssen) und kaputtgegangen wäre jetzt Ihre alte, längst ausrangierte Brille. Vor diesem Hintergrund will man Ihnen nur den "Restwert" Ihrer alten Brille ersetzen.

Wenn Sie aber - was Ihre freie Entscheidung ist - die Brille weiter verwendet haben, weil sie noch gut war, so kann Ihnen das nicht zum Nachteil gereichen. Was die Versicherung da treibt, geht schlicht und ergreifend nicht.

Sie sollten daher unverzügliche einen Rechtsanwalt mit der Geltendmachung Ihrer berechtigten Schadensersatzforderungen beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.09.2005 | 14:19

Hallo Herr Lauer,

erstmal vielen Dank für Die schnell Antwort.
Eine Verständnisfrage ergibt sich für mich: Sollte unter diesen Umständen die Versicherung also eigentlich den Wert meiner NEUEN Brille (die ich mir nach dem Unfall anfertigen lassen mußte) ersetzen? Also die ca. 600.-€ ?
Nochmals Danke für Ihre Antowrt und herzliche Grüße,
Jan Trinkl

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.09.2005 | 15:01

Sehr geehrter Herr Trinkl,

streng genommen ja. Vor dem Hintergrund, dass hier aber ein Ersatz neu für alt vorgenommen wird, ist es schon richtig, den Preis der alten Brille anzusetzen. Anderes würde dann gelten, wenn zwischenzeitlich eine erhebliche Preissteigerung eingetreten wäre, so dass dann der Neupreis zugrundegelegt würde. Es würde hier aber zu weit führen, in die Details des (mitunter recht komplexen) Schadensersatzrechts einzusteigen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Redchtsanwalt

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