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Fünftelregelung


13.04.2006 16:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Arbeitgeber kündigt Mitarbeitern zum 31.12.2006.
Ich bin nach 33 Jahren Betriebzugehörigkeit auch betroffen.
Die vom Arbeitgeber angebotene Ausgleichszahlung kann in monatlichen Raten oder als Einmalzahlung angenommen werden.
Um die Progressionswirkung etwas abzumildern, möchte ich die Einmalzahlung erst in 2007 ( während meiner Arbeitslosigkeit) erhalten. Findet die Fünftelregelung nur Anwendung wenn ich in 2007 Gehalt bezogen habe, die Kündigung damit zu einem späteren Termin als dem 31.12.2006 ausgesprochen werden muß?
Sehr geehrter Ratsuchender,

die Fünftelregelung findet auch Anwendung, wenn Ihnen zum 31.12.2006 gekündigt wird. Sicherlich ist der Auszahlungstermin in 2007 günstiger, da für die Steuerprogression hier kein zu berücksichtigendes Einkommen, außer das Arbeitslosengeldes, veranschlagt werden muß. Die Fünftelregelung findet allerdings keine Anwendung, wenn die Abfindung auf mehrere Zahlungstermin aufgeteilt wird, da dann gerade der Grund für die Fünftelregelung, hohe Steuerlast wegen einer Einmalzahlung, wegfällt.

Steuer-Freibeträge für die Abfindung gibt es seit Beginn diesen Jahres nicht mehr außer in Ausnahmefällen, welcher bei einer Kündigung zum 31.12.2006 einschlägig sein durfte.

Für die vorgenommene Fünftelregelung ist ein Antrag bei dem zuständigen Finanzamt zu stellen.

Ansonsten gilt zu beachten
Der Abfindungsvertrag, muss er so formuliert sein, dass die Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes gezahlt wird und nicht für geleistete Dienste o.ä. Besser ist es, sich im Rahmen der gesetzlichen Kündigungsfrist betriebsbedingt wegen Wegfall des Arbeitsplatzes kündigen zu lassen und dann eine Sozialabfindung – nach Ablauf der drei wöchigen Klagefrist - separat zu vereinbaren.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben. Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen und frohe Ostern.

RA Schröter
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