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Führerscheinentzug aufgrund falscher Behauptung


| 29.03.2007 14:21 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Folgendes ist mir passiert; Am Montag trank ich ein Glas Wein und fuhr zur nahegelegenen Tankstelle. Kaufte Wein und Zigaretten, fuhr nach Hause. Öffnete den Wein, trank und arbeitete am PC. Cirka 30 Minuten später standen zwei Polizisten vor der Tür. Man hätte sie informiert, ich hätte eine Fahne. Ich ließ sie rein und zweigte ihnen das ich gerade Wein trinke. Der Atemalkohol ergab 1,6 Promille was mich nicht verwunderte. Ich hatte tagsüber noch nicht gegessen. Es wurden 2 Blutproben genommen, der Führerschein beschlagnahmt wogegen ich widersprach.Zur Sache machte ich keinerlei Angaben. Inzwischen weiß ich, das die Anschuldigung nicht von der Angestellten der Tankstelle kam, sondern wohl von deren Freundin die sich ebenfalls im Laden befand. Mein Auto und ich sind dort gut bekannt, da ich fast täglich dort Zigaretten kaufe. Mein Auto befand sich kalt in der Garage. Was habe ich zu befürchten, wie kann ich weiter vorgehen um schnellstens meinen Führerschein zurück zu bekommen? Muß dazu sagen, das ich leider Hartz beziehe und mit Schrecken daran denke, nicht ohne hohe Kosten aus dieser Geschichte heraauszukommen. Vielen Dank schon jetzt zu ihrem Rat.
29.03.2007 | 14:29

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes wie folgt.

Für eine Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr ist es erforderlich, dass Sie ein Fahrzeug mit einer BAK > 1,1 o/oo im Straßenverkehr geführt haben. Dies ist Ihnen zu beweisen. Eine Aussage, Sie hätten "eine Fahne" reicht dem Grunde nach nicht aus.

Problematisch könnte die hohe Atemalkoholkonzentration von 1,6 o/oo werden. Ist diese nicht durch Alkoholanhaftungen im Mundraum begründet, liegt zumindest der Verdacht nahe, dass Sie zum Fahrtzeitpunkt eine BAK im Strafbarkeitsbereich innehatten. Mittels der zwei Blutproben soll nun ermittelt werden, ob Sie sich in der sog. Anflutungs- oder Abbauphase befunden haben. Sodann kann eine Rückrechnung auf den Tatzeitpunkt erfolgen. Dies zumindest dann, wenn Sie gegenüber der Polizei Ihre Nachtrunkmenge angegeben haben. Hier sei angemerkt, dass innerhalb von 30 Minuten mit einer Flasche Wein eine entsprechend hohe BAK im Rahmen von 1,6 o/oo nicht zu erreichen ist. Die Menge der aufgenommenen Speisen ist hierfür unerheblich.

Sie können gegen den Beschlagnahmebeschluss Ihres Führerscheins Beschwerde einlegen. Dann prüft das Gericht, in wie weit die Beschlagnahme rechtmäßig war. Vor dem Feststehen der tatsächlichen BAK macht dies jedoch keinen Sinn. Ferner sollten Sie die Beschwerde anwaltlich formulieren lassen, da hier erhebliche Gefahren, bei falscher Formulierungswahl, für ein folgendes Strafverfahren bestehen.

Für die Planung des weiteren Vorgehens ist also die BAK der maßgebliche Faktor.

Es ist Ihnen zu raten, soba


Nachfrage vom Fragesteller 29.03.2007 | 14:54

Danke für die Beantwortung. Ich habe keinerlei Angaben über die Nachtrunkmenge gemacht. Die Beamten sahen ja das ich Wein trinke. Ob es jetzt nach 30 Minuten oder nach 45 Minuten war,als sie kamen, kann ich nicht genau sagen.Der Ärztin hatte ich lediglich angegeben, das ich mittags zwei Aspirin genommen habe. Werde ich über die BAK automatisch informiert oder muß ich die Dienststelle anrufen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.03.2007 | 14:59

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Nachfrage, die ich gerne beantworte.

Ob Sie benachrichtigt werden, ist von der jeweiligen Dienststelle abhängig. Bei fehlender Strafbarkeit würden Sie sodann den Führerschein zurückgesandt bekommen.

Anderenfalls sollten Sie nach ca. ein bis zwei Wochen telefonisch mit der zuständigen Polizeiwache Kontakt aufnehmen und nach dem Ergebnis Fragen. Es kann jedoch sein, dass man Sie darauf verweist, Ihnen das Ergebnis nur persönlich mitteilen zu wollen. Dies ist aus Datenschutzgründen durchaus möglich. Dann erfahren Sie, sobald sie dort vorsprechen, dass entsprechende Ergebnis.

Ich hoffe Ihre Nachfrage umfassend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Marc N. Wandt
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 29.03.2007 | 14:32

(...) sobald die BAK feststeht und Sie nicht von alleine den Führerschein zurückbekommen, einen Verteidiger mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen. Gerade in den Nachtrunkfällen ist dies oftmals von Erfolg gekrönt, da anderenfalls bei der Staatsanwaltschaft gerne nach "Schema "F" " abgehandelt wird. Gerne können Sie sich hierzu an meine Kanzlei wenden.

Ich hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt

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