Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Führerscheinentzug auf Verdacht


23.08.2005 17:55 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hier nochmal die kurz meine Schilderung des Vorfalles und unten drunter due Äußerung eines Mannes in einem Forum! Kann mal ein Anwalt dazu Stellung nehmen! Das macht mir verdammt Angst!

Hallo!!!

Ich möchte euch meine Geschichte erzählen und bitte dringend um eure Mithilfe! Im voraus schonmal, ein Anwalt wurde bereits eingeschaltet.

Also ich war am Samstag abend mit verschiedenen Freunden auf einer Kirmes. Ich nahm das Auto dorthin mit und wollte es dort stehen lassen. Der abend entwickelte sich so das ich aufgrund von Müdigkeit irgendwann in mein Auto ging und mich schlafen legte! Dort wurde ich dann gegen viertel vor sechs morgens geweckt von jemanden der an die Scheibe klopfte und sagte ich solle kein Auto mehr fahren! Ich sagte nein und legte mich daraufhin wieder zum schlafen hin. Auf jeden Fall kam um eine viertel Stunde später mein Kumpel zum Auto und weckte mich erneut! Er setzte sich ins Auto und fuhr es ins Nachbardorf wo wir wohnten. Er stellte es in der Ortsmitte ab, dort wo er wohnte und nahm den Schlüssel mit. Ich ging den Rest des Weges, so an die 700 m zu Fuss nach Hause. An einer Kreuzung begegnete mir die Polizei und hielt mich zu Fuss an! Sie fragten wo ich her käme und ich sagte zu Fuss von der Kirmes, weil ich an meinen Kumpel dachte und nicht wollte das ihm etwas passiert! Auf jeden Fall sagten sie ich solle ins Auto einsteigen und fuhren mit mir durch den Ort. Dort fanden sie dann mein Auto und tesetetn ob es noch warm war! Die Polizei hatte einen Hinweis erhalten das ich schlafend im Auto liege von dem der mich zuerst geweckt hatte im Auto. Sie nahmen mich mit aufs Revier und entzogen mir den Führerschein. Einen Autoschlüssel fanden sie bei mir allerdings nicht da ihn ja mein Kumpel hatte. Ich sagte dann auf jeden Fall das mein Kumpel gefahren wäre aber ich den Namen nicht sagen würde. Nach einem Bluttest durfte ich dann nach Hause! Gestern ging ich dann zum Anwalt! Mein Kumpel gab eine eidesstattliche Versicherung ab das er gefahren sei und auch den Schlüssel mitgenommen habe! Gleichzeitig legten mir Widerspruch gegen den Entzug des Führerscheins ein. Meine Fragen nun: Kann mir etwas passieren oder meinem Kumpel? Ein Nachweis von Alkohol ist ja nicht mehr da bei meinem Kumpel und fahren gesehen hat uns keiner. Ich arbeite im Außendienst und komme mit der Situation schwerlich klar! Umso länger das dauert umso mehr ist mein Job gefährdet obwohl ich unschuldig bin! Was kann man jetzt noch tun und wie lange dauert das? Wie ist eure Einschätzung das mir etwas passiert? Wäre dankbar für eure Einschätzung. Mir gehts schon ziemlich dreckig im Moment!

Liebe Grüße


Äußerung in einem Forum dazu:

Bis zum Prozeß kann es je nach Aus-/Überlastung der Gerichte ein 3/4 Jahr dauern.

Hier in der Stadt (1,2 Mio. EW) hat die Staatsanwaltschaft noch nie einen beschlagnamten Führerschein bis zur Verhandlung herausgegeben. Originalton Landgericht: Es ist Ihnen bis zur Verhandlung zuzumuten auf die FE zu verzichten. Mit einer Beschwerde verzögert man nur die Verhandlung um einige Wochen bis Monate.

Wenn es dumm läuft, dann erfolgt eine Verurteilung wegen Fahren unter Alkoholeinfluß. Ferner wird der Richter behaupten, es sei trotz Zeugenaussage des Kumpels nur eine Schutzbehauptung und den Aussagen der Polizisten ist Glaube zu schenken (so geschehen in einem analogen Fall vor 15 Jahren).

Falls es gut läuft, wird das Gericht in der Verhandlung den Fall einstellen unter der Bedingung, daß der Angeklagte auf einen Schadenersatz gegenüber dem Staat wegen der gerichtlichen FE-Beschlagnahme verzichtet. Ich glaube, es sind dies nur 10 bis 15 Euro/Tag (so geschehen vor einigen Monaten).

Mein Rat:
Sofort zum Arbeitsamt - keinen Tag zögern - und sich arbeitslos melden. Damit ist wenigstens die Krankenversicherung und Rente gesichert und es gibt ein Almosen Arbeitslosengeld. Und natürlich sich nebenbei einen neuen Job suchen

Was meint ein Anwalt so dazu! Hab schon öfters gefragt aber gabs schon ähnliche Fälle?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Rechtssuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Führerschein wird grundsätzlich von der Polizei sichergestellt oder beschlagnahmt, sofern sich der Verdacht ergibt, dass eine Trunkenheitsfahrt gemäß § 316 StGB ver-wirklicht wurde. In Ihrem Fall dürfte derTatvorwurf die fahrlässige Trunkenheit im Verkehr sein.

Da sich Ihr Rechtsanwalt gegen die Beschlagnahme wendet, wird das Gericht die Beschlagnahme durch Beschluss gemäß § 111a StPO (vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis) bestätigen oder ab-der die Herausgabe des Führerscheins anordnen.

Sollte das Gericht die vorläufige Entziehung anordnen, ist die Beschwerde hiergegen möglich, so dass das Landgericht als Beschwerdegericht hierüber zu entscheiden hat. Hinsichtlich des von Ihnen mitge-teilten Sachverhalts ist auszuführen, dass es als wahrscheinlich anzusehen ist, dass das Beschwer-degericht diese Maßnahmen aufhebt. Ein Hinweis auf das Strafrechtsentschädigungsgesetz ist hierbei ggf. hilfreich, da Ihnen für jeden Tag des rechtswidrigen Führerscheinentzugs eine Entschädigung zusteht.

Grundsätzlich wirkt die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis bis zur Hauptverhandlung bzw. den Erlass eines beantragten Strafbefehls, wonach Ihnen die Fahrerlaubnis endgültig entzogen wird und eine Sperrfrist angeordnet wird. Die gesetzliche, zeitliche beschränkte Sperrfrist reicht von 6 Monaten bis zu 5 Jahren, je nach individueller verkehrsstrafrechtlicher Verahndung.

Zudem wird eine Geldstrafe verhängt werden, die sich bei Ersttätern - regional unterschiedlich - bei ca. 60 Tagessätzen bewegen dürfte. Der einzelne Tagessatz wird aus Ihrem Nettoeinkommen be-rechnet.

Die Aussage Ihres Freundes ist keinesfalls als Schutzbehauptung zu bewerten, da sich Ihr Freund strafbar macht, sofern er vor Gericht (Aussagedelikte) oder vor der Polizei (Strafvereitelung) die Un-wahrheit aussagt. Hinsichtlich der Verfahrensdauer ist auszuführen, dass dies von der Auslastung der Gerichte und der Ermittlungstätigkeit der Polizei abhängt. Im Normalfall sollte dabei ein Zeitraum von 3 bis 6 Monaten nicht überschritten werden.

Abschließend ist die Beweislage nach dem von Ihnen mitgeteilten Sachverhalt als günstig anzusehen, so dass die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Beschwerdegericht wohl aufgehoben werden wird.


Mit freundlichen Grüßen


Jörg Meyer
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER