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Führerscheinentzug Cannabis MPU ADHS


16.11.2017 22:46 |
Preis: 25,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung: MPU nach Fahrt unter Cannabis Einfluss auch bei ärztlicher Verschreibung?


Guten Tag,

vor c.a 3 Jahren habe ich meinen Führerschein aufgrund einer Autofahrt unter dem EInfluss von Cannabis verloren.
Die Führerscheinstelle hat deshalb eine MPU angeordnet, bei der ich ein halbes Jahr lang Abstinenz nachweisen soll.
Wichtig zu erwähnen ist, dass ich ADHS habe, was aber erst vor ein paar Wochen von einem Arzt diagnostiziert wurde. Mir wurde jedoch noch kein Rezept für medizinisches Cannabis verschrieben.
Und nun zu meiner Frage: Angenommen der Arzt würde mir ein Rezept für medizinisches Cannabis ausstellen, und mir bescheinigen, dass ich Cannabis als Medizin für meine ADHS Erkrankung konsumiere. Müsste ich für die MPU dann immernoch ein halbes Jahr lang Abstinenznachweise erbringen ?
16.11.2017 | 23:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie nachstehend beantworten.

Sicht der Behörde(!): Die MPU wurde angeordnet, weil Sie unter Einfluss eines "berauschenden Mittels" ein KFZ geführt haben.

Sollte Cannabis legalisiert werden oder im Einzelfall auf Grund ärztlicher Verschreibung legal konsumiert werden, ändert das an diesem Tatbestand grundsätzlich nichts.
Alkoholgenuss ist bekanntlich grundsätzlich auch legal, führt aber zu Konsequenzen, wenn unter Alkoholeinfluss gefahren wird.

Durch die Fahrt haben Sie (nach Ansicht der Behörde) gezeigt, dass Sie (so auch die Argumentation bei Alk.) zwischen Drogenkonsum und Fahren nicht "trennen" können. Die Behörde wertet dies als Zeichen für eine (psychische) Abhängigkeit, da Ihnen der Drogenkonsum wichtiger als Ihre Verkehrstüchtigkeit bei der Fahrt war. Dies sollen Sie durch die Abstinenz widerlegen.

Rechtsprechung gibt es zur generellen Fahrtüchtigkeit bei ärztlich verordnezem cannabis Konsum noch nicht, da muss man die Entwicklung abwarten.

Ohnehin ist die Anordnung der MPU usw. selbständig nicht anfechtbar, sondern nur die Fahrerlaubnisverweigerung bei nicht erfolgreicher oder nicht beigebrachter MPU.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
M. Kinder
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Michael Kinder

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