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Führerschein weg obwohl nicht gefahren !!!


23.08.2005 11:46 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Hallo!!!
Denn Sachverhalt zu meiner Frage könnt ihr unter diesem Text lesen! Hatte gestern eine Frage reingestellt auf die ich jetzt noch Folgefragen habe weil der Fall weiter fortgeschritten ist! Bitte um Hilfe!
Mein Kumpel der am Sonntag morgen gefahren ist hat gestern eine eidesstattliche Versicherung abgegeben das er das Fahrzeug geführt hat! Er hat natürlich nicht erwähnt das er Alkohol getrunken hatte sondern nur meinen Sachverhalt bestätigt! Kann die Polizei ihm nun noch etwas anhängen oder haben die keine Chance mehr dabei???
Als zweites würde mich interessieren wie lange es nun dauern wird bis ich den Führerschein wiederhabe oder kann die Staatsanwaltschaft noch etwas unternehmen bei dem geschilderten Sachverhalt? Wie gesagt ich brauche meinen Führerschein da ich im Außendienst arbeite und jetzt hier rumsitze und nichts machen kann! Hab ich eine Chance darauf das mir der entstandene Schaden ersetzt würde oder muss ich das einfach so hinnehmen?
Desweiteren würde mich interessieren ob die Polizei Dinge die ich Samstag nacht gesagt habe gegen mich verwenden kann. Eine Belehrung dererseits ist nicht erfolgt! Weiss ja nicht was ich so vor mich hingejodelt hab bei meinen 1,44 Promille. Hab immer noch ziemliche Angst da mein Arbeitgeber nichts davon erfahren soll auch wenn ich unschuldig bin! Aber umso länger es dauert umso weniger kann ich das verheimlichen! Kann man das irgendwie beschleunigen oder wäre ein Anruf bei der Staatsanwaltschaft sinnvoll???

Danke schonmal für eine Antwort weil hier muss echt schnell was passieren!


Hallo!!!

Ich möchte kurz meinen Sachverhalt schildern und bitte dringend um Hilfe. Gestern abend war ich mit meinen Kumpels auf einer Kirmes. Wir waren dort bis etwa 4 Uhr. Mein Auto hatte ich dabei! Da ich sehr viel getrunken hatte und mein Kumpel auch legten wir uns ins Auto zum schlafen! Dort wurden wir anscheinend von jemandem gesehen! Wir schliefen 2 Stunden im Auto und danach fuhr mein Kumpel mein Auto nach Hause. Wir beide waren noch strak angetrunken. Auf jeden Fall stellten wir das Auto dann mitten im Ort ab und gingen zu Fuss nach Hause. Mein Kumpel wohnte direkt in der Nähe wo das Auto abgestellt wurde und ich hatte noch etwas weiter zu gehen! Als ich eine Kreuzung überquerte stand dort ein Polizeiauto und hielt mich an. Wie gesagt ich war zu Fuss. Sie fragten nach meinem Namen und wo mein Auto wäre. Ich sagte Ihnen es würde im Ort stehen! Daraufhin fuhren sie mit mir zu dem Auto und fühlten das das Auto noch warm war. Sie sagten mein Auto wäre vor kurzem noch in einem anderen Ort, da wo wir auf der Kirmes waren, parkend stehen gesehen worden. Auf jeden Fall nahmen sie mich mit aufs Revier und machten eine Blutprobe die 1,44 Promille ergab! Sie sahen mich aber nicht beim Fahren und einen Autoschlüssel fanden sie bei mir auch nicht da diesen mein Kumpel hatte! Sie entzogen mir aber dennoch den Führerschein wegen des dringenden Verdachts das ich gefahren bin! Den Namen meines Kumpels habe ich heute nacht natürlich noch nicht gesagt! Er wird aber morgen zur Polizei gehen und sagen das er gefahren sei aber ohne Alkohol! Meine Frage jetzt: Ist das rechtens das sie mir den Lappen weggenommen haben? Sie haben keinen Nachweis darüber das ich gefahren bin! Wie gehts jetzt weiter und was soll ich machen? Ich brauche meinen Führerschein dringend weil ich im Außendienst arbeite und ich finde so wie die Polizei gehandelt hat geht das nicht!

Bitte dringend um Hilfe !!!



Hier die Antwort eines Anwalts hier von vorgestern:


Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen gerne summarisch beantworten möchte.

So wie es aussieht, liegt tatsächlich eine ungünstige Verkettung von Zufällen vor. Ich meine nicht, dass diese Maßnahme rechtens war, denn ein dringender Tatverdacht (hier für § 316 StGB) setzt eine dringende Wahrscheinlichkeit der Tatbegehung voraus, was ich hier aufgrund Ihrer unwiderlegten Einlassung nicht zu erkennen vermag. Insbesondere die Tatsache, dass Sie zu Fuß aufgegriffen wurden, Ihren Freund erwähnt haben und obendrein keine Schlüssel vom „verschwundenen“ Fahrzeug dabei hatten, leuchtet diesbezüglich doch ein.

Ich kann Ihnen nur dringend raten, unverzüglich (also gleich Morgen) einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens aufzusuchen, der wird dann umgehend Akteneinsicht nehmen und die notwendigen Maßnahmen veranlassen. Bis dahin sollten Sie sich auf keinen Fall – in dem nun vorliegenden Ermittlungsverfahren zur Sache einlassen und dann alles weitere dem Rechtsanwalt überlassen. Voraussichtlich wird das Verfahren dann bald eingestellt und Sie werden Ihren Führerschein zurück erhalten. Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Bekannten ermahnen, sich unverzüglich zu stellen.

Vielleicht interessiert Sie auch mein Artikel zum Thema Bußgelder und Beweisfoto bei zu schnellem Fahren unter: http://www.123recht.net/article.asp?a=14247&f=ratgeber_verkehrsrecht_rahellmannbussgeldfoto&p=1)

Ich hoffe, Ihnen mit der Prüfung der Rechtslage weiter geholfen zu haben. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Vertretung – soweit gewünscht – zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

1. Ihrem Freund kann nach Ihrer Schilderung kein Tatvorwurf gemacht werden, da ihm ein Alkoholkonsum rückwirkend nicht nachgewiesen werden kann. Entscheidend ist, dass er bei seine Aussage bleibt.

2. Ich kann mich dem Rat meines Kollegen Hellman nur anschließen. Schalten Sie einen Rechtsanwalt ein. Dieser wird den zuständigen Staatsanwalt auf die Situation hinweisen und v.a. in Aussicht stellen, dass durch das Verfahren eine Gefahr für Ihren Arbeitsplatz besteht. Ein Entschädigungsanspruch besteht nach § 2 Abs. 2 Nr. 5 StrEG (Gesetz über Entschädigung für Strafvollstreckungsmaßnahmen).

3. In einem Prozess könnten die Polizeibeamten als Zeugen dazu befragt werden, was Sie ausgesagt haben, wenn es sich bei Ihren Äußerungen um sog. Spontanäußerungen gehandelt hätte. Dies kann ohne Akteneinsicht bzw. nach Ihrer Schilderung nicht abschließend beurteilt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich steht Ihnen unsere Kanzlei auch für die weitere Vertretung – soweit gewünscht – zur Verfügung. Ich empfehle Ihnen dringend, einen Rechtsanwalt einzuschalten.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.Rae-Linden.de
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