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Führerschein weg, was kann ich machen?


09.03.2005 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Habe meinen Führerschein anfang des Jahres mit 2,4 Promille verloren. Hatte Streß mit meiner Beziehung und weiß bis heute nicht warum ich ins Auto gestiegen bin. Bin weder Alkoholiker, sondern ein Verfechter der sagt das ich alkoholisiert nicht nur mich sondern auch andere Unschuldige gefährde. Bin eine Woche nach dem Vorfall sofort ins Krankenhaus gegangen und mir wurde als Diagnose "wahnhafte Störungen" attestiert.
Nach einem vierwöchigen Aufenthalt habe ich jetzt auch bruchstückweise alles zusammen.
Also: Ich habe nach dem "Zusammenbruch" eine Art Flucht aus der Wohnung gemacht und muss dann auf "Socken" ins Auto gestiegen sein. Ich bin dann in Schlangenlinien gefahren und muß dies extra gemacht haben um auf mich Aufmerksam zu machen. Ein umsichtiger Bürger hat dann tatsächlich die Polizei angerufen(16 Uhr,Sam). Und ich bin dann zu Hause im Taxi wieder aufgewacht.
Ich bin verzweifelt, da ich mich schäme.
Habe bis jetzt nur das nüchterne Ergebnis von dem Blutalkoholgehalt vorliegen.
Brauche jetzt Rat, da ich diesen "Ausrutscher" selber nicht verstehe

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

das ist natürlich eine unerfreuliche Sache. Ihnen droht nunmehr eine Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr (§ 316 Abs. 1 StGB, wird bestraft mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr) oder, wenn Sie bei Ihrer Fahrt jemanden oder eine fremde wertvolle Sache (z.B. ein fremdes Auto) gefährdet haben sollten, sogar eine Verurteilung wegen Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c Abs. 1 Nr. 1a StGB, wird bestraft mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren). Im Falle einer Verurteilung wird Ihnen die Fahrerlaubnis auch gerichtlich entzogen und eine Sperre für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis von mindestens sechs Monaten angeordnet werden.

Möglicherweise ist nicht auszuschließen, dass Sie - angesichts der hohen Blutalkoholkonzentration - schuldunfähig waren, als Sie in das Auto gestiegen sind. Dann allerdings können Sie wegen Vollrausches (§ 323a StGB, maximale Strafe: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr) verurteilt werden; der Entzug der Fahrerlaubnis mit anschließender Sperre für die Neuerteilung droht Ihnen auch hier.

Ich rate Ihnen, im Fall einer Anklageerhebung einen Rechtsanwalt beizuziehen und vor Gericht in der mündlichen Verhandlung Ihre damalige Ausnahmesituation in derselben eindringlichen Weise zu schildern wie in Ihrer Anfrage hier. Angesichts der besonderen Umstände Ihres Falles sehe ich durchaus Chancen, dass Sie um eine Verurteilung und die gerichtliche Entziehung der Fahrerlaubnis herumkommen, wenn Sie grundsätzlich als geeignet zum Führen eines Kraftfahrzeugs angesehen werden können. In diesem Fall werden Sie Ihren Führerschein zurückerhalten.

Sollte statt der Anklageerhebung gegen Sie ein Strafbefehl ergehen (was durchaus der Fall sein kann), in dem gegen Sie eine Strafe nach o.g. Grundsätzen verhängt wird und zudem die Entziehung der Fahrerlaubnis angeordnet wird, dann schalten Sie bitte ebenfalls einen Rechtsanwalt ein und legen Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Nach dem Einspruch wird über die Sache vor dem zuständigen Gericht eine mündliche Verhandlung stattfinden, in der Sie ebenfalls Ihre Argumente, warum Sie Anfang des Jahres so gehandelt haben, vorbringen können.

Es gibt also durchaus Aussichten, dass die Angelegenheit wenigstens in strafrechtlicher Hinsicht und bezüglich eines längerfristigen Verlustes des Fahrerlaubnis für Sie glimpflich ausgeht.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort etwas mehr Klarheit verschafft zu haben. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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