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Führerschein Neuerteilung mit möglicher MPU, Zweitführerschein, Wohnsitz

18.06.2019 22:47 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag!

Nach Alkoholfahrt, Streifschaden, Atemalkoholtest und ohne Blutentnahme, Urteil und nun abgelaufener Sperrfrist habe habe ich einen Antrag auf Neuerteilung gestellt. Können Sie mir meine Unsicherheiten zum richtigen Vorgehen nehmen? Insbesondere die Frage, ob ich ggf. den Antrag zurückziehe und ggf. eine weniger "enge" Verwaltung betraue, ist mir wichtig.
Danke im Voraus.

1. Darf nach Führerscheinentzug und Ablauf einer Sperrfrist mit einem US-Führerschein im EU/EWR- Ausland fahren?
2. Ich habe von 1996 bis 1997 ein Jahr in den USA (Arizona) studiert und dort einen Führerschein erworben (mit grundsätzlich vergleichbarer Prüfung etc.). Kann ich den Führerschein in D umschreiben lassen, trotz Entziehung der FE? Auch nach MPU Anforderung? Kann ich den Führerschein in einem anderen EU-Land umschreiben lassen, ohne dort einen Wohnsitz zu haben, ggf. Hoteladresse ?
3. Ich habe eine Führerschein-Neuerteilung beantragt. Ggf. wird von der Führerschenstelle eine MPU gefordert, obwohl keine Blutentnahme erfolgte. Das war zumindest mein Eindruck bei Neubeantragung. Dort sprach der Sachbearbeiter von möglichem Alkoholmissbrauch und will nun die Akten der Amtsanwaltschaft anfordern. Atemalkohol war über 1,6. Keine Blutentnahme. Der Amtsanwalt/Urteil gehen von 1,1 bis max 1,5 aus. Kann ich den US bzw. einen EU/EWR Führerschein umschreiben lassen? Auch, wenn eine MPU-Forderung ergangen ist? Die 185-Tage Regelung ist klar. Ist beim US Führerschein von 1996 erfüllt.
4. Wenn ich davon ausgehe, dass eine MPU-Auflage vor Neurteilung erfolgt, kann und/oder sollte ich dann den Antrag zurückziehen, wenn ich einen EU-Führerschein erwerben möchte?
5. Wenn ich den Wohnsitz ändere, wird dann ein erfolgter Antrag auf Neuerteilung von der Führerscheinstelle am alten Wohnsitz an die Führerscheinstelle des neuen Wohnsitzes kommuniziert? Dito MPU Anforderung? Kann ich ggf. den Antrag zurückziehen?
6. Habe ich Aspekte übersehen?



Einsatz editiert am 20.06.2019 09:33:32

Einsatz editiert am 21.06.2019 07:17:16

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen sind wie folgt zu beantworten:

1.)

Nein. Sie dürfen nicht mit dem US-Führerschein im EU/EWR Ausland fahren.

Sie müssen den Führerscheinentzug beachten.

2.)

Nein. der Führerschein kann nicht umgeschrieben werden.

Dabei unterstelle ich, dass die Alkoholfahrt nach Erwerb der US-Lizenz geschehen ist. Dann aber ist das zu berücksichtigen.

3.)

Es ist richtig, dass ab 1,6 0/00 BAK eine MPU standartmäßig gefordert wird.

Hier gibt es zwar keinen Wert der BAK.

Aber auch bei einem niedriger Wert ist die MPU dann anzuordnen, wenn aktenkundig ist, dass im Zusammenhang mit Alkohol zur Auffälligkeit gekommen ist.

Und das ist hier der Fall, wenn Sie einen Unfall ("Streifschaden") hatten.

Daher ist der Vorfall zu berücksichtigen und die MPU wird anzuordnen sein. Das verhindert dann auch die Umschreibung der US-Lizenz.

4.)

Zurückziehen können Sie den Antrag immer und jederzeit.

Das sollte auch erfolgen, damit es nicht zur MPU-Anordnung kommt.

5.)

Wenn Sie den Wohnsitz ändern, um einen Führerschein ohne MPU im Ausland zu erhalten, müssen Sie beachten, dass Sie dort dann mindestens sechs Monate einen festen Wohnsitz haben müssen und es keine Sperrzeit mehr gibt. Auch darf noch keine MPU angeordnet sein, da ausländische Behörden dann in der regel den Führerschein verweigern.

Dann, aber auch nur dann können Sie ohne MPU dort den Führerschein erwerben, der dann, aber eben auch nur dann, in Deutschland zu akzeptieren ist.

6.)

Möglicherweise wäre eie MPU-Anordung unwirksam.

Das kann aber erst dann beurteilt werden, wenn man alle Einzelheiten der Verurteilung kennt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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