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Führen eines verbotenen Gegenstandes (Messer)


04.08.2005 17:47 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrte Damen und Herren,

bei meiner letzten Reise führte ich ein Taschenmesser im Koffer (Hauptgepäck) mit. Bei der Durchleuchtung auf dem Flughafen wurde mir mitgeteilt, daß es sich um ein "unerlaubtes Messer - sprich Waffe" handle. Nach der Ausführung sei es ein Fallmesser, mit einer zu langen Klinge; und somit eine unerlaubte Waffe. Es wurde Anzeige erstattet. Das ich eine unerlaubte Waffe besäße, war mir nicht bekannt, da es sich um ein Bundeswehrmesser handelte.
Nun habe ich von der Amtsanwaltschaft ein Schreibe erhalte, in dem mir ein Ermittlungsverfahren in Aussicht gestellt wird, welches jedoch gegen die Zahlung von 300,- eingestellt wird.
Frage: Sollte ich kurz und bündig zahlen und denke nicht mehr darüber nach, oder sollte ich riskieren, daß das Verfahren fortgesetzt wird (mit welcher höchsten Bestrafung wäre dann zu rechnen?).
Vielen Dank für die Information.

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Am 01. April 2003 trat das Gesetz zur Neuregelung des Waffenrechts in Kraft.

Folgende Messer sind danach unter Anderem verbotene Waffen:

alle Fallmesser:

(Messer deren Klingen beim Lösen einer Sperrvorrichtung durch ihre Schwerkraft oder durch eine Schleuderbewegung aus dem Griff hervorschnellen und selbsttätig oder beim Loslassen der Sperrvorrichtung festgestellt werden)
egal wie lang die Klinge ist oder ob die Klinge vorne oder seitlich herausspringt.

Es wäre nun noch zu prüfen, ob das von Ihnen mitgeführte Messer als Fallmesser gilt, dies kann von hieraus jedoch nicht eingeschätzt werden. Sollte dem allerdings so sein, empfehle ich Ihnen die Einstellung gegen Zahlung der 300,- € zu akzeptieren.

In vielen Fällen stellen Verstöße gegen die Regelungen des Waffengesetzes eine Straftat dar, die mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden kann.

Dabei ist in den meisten Fällen zumindest mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu rechnen. Der Tagessatz hat dabei die Höhe Ihres täglichen Einkommens. Hinzu treten die nicht unerheblichen Verfahrenskosten im Falle einer Verurteilung.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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