Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
511.223
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fußballwappen urheberrechtlich geschützt?

30.07.2013 15:11 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich plane ein Website zum Thema Fussball.
Hierbei soll es unter anderem dem User möglich gemacht werden, seinen Lieblingsverein (Inlands-/Auslandsvereine,Profi-/Amatuerfussball) zu wählen und das jeweilige Wappen im Profil anzeigen zu lassen um somit seine Sympathie auszudrücken.
Einnahmen werden ausschließlich durch Werbung erzielt.
Reicht eventuell für mein Anliegen der Satz in den AGBs " Die meisten Wappen sind Markenzeichen der jeweiligen Klubs, sollte ein Verein sich durch die Darstellung eines Wappens auf unserer Seite in seinen Markenrechten verletzt fühlen, möge er uns dies in einer Email mitteilen, dann entfernen wir auf Wunsch das Vereinswappen umgehend von unserer Homepage"
oder muss ich Rechte bzw. Lizenzen für die Wappen erwerben?

Grüß Michael

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Ein Vereinswappen genießt regelmäßig kennzeichenrechtlichen Schutz, aus dem jedermann die Nutzung des Wappens ohne Einwilligung des Vereins verboten werden darf. Dies gilt zumindest bei einem Handeln im geschäftlichen Verkehr. Davon umfasst ist jede wirtschaftliche Betätigung, mit der in Wahrnehmung oder Förderung eigener oder fremder Geschäftsinteressen am Erwerbsleben teilgenommen wird. Daher fällt auch eine durch Werbung finanzierte Seite regelmäßig darunter. Ausnahme wäre beispielsweise ein Nachschlagewerk in der Form einer elektronischen Datenbank im Sinne von § 16 Abs. 3 MarkenG, was bei Ihnen aber nicht einschlägig sein dürfte.

Zwar könnte in Ihrem Fall ggf. darauf verwiesen werden, dass keine markenmäßige Benutzung vorliegt (da das Kennzeichen nicht konkret zur Kennzeichnung bestimmter Waren/Dienstleistungen benutzt wird). Aber selbst wenn aus dem Kennzeichenrecht kein Verbot abzuleiten wäre, dürften die Wappen zudem auch unter dem Schutz des Urheberrechts stehen. Hieraus könnte der Rechteinhaber (=regelmäßig der Fußballverein) jedermann die Vervielfältigung und Veröffentlichung des Wappens verbieten, unabhängig von der Art der Nutzung. Der von Ihnen genannte Hinweis reicht insoweit auch nicht aus, um einer Haftung zu entgehen.

Daher empfehle ich dringend, vorher die Erlaubnis der Vereine einzuholen. Erfahrungsgemäß wird diese Erlaubnis bei Projekten wie dem Ihren von den Vereinen kostenfrei gewährt – wichtig ist, dass Sie deutlich machen, dass es sich um eine reine Informations-Seite handelt und keine Werbeartikel oder sonstiges über diese Seite verkauft werden sollen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 30.07.2013 | 21:02

Ist eine Bestätigung bzw. das OK der Vereine per E-Mail auf eine Anfrage per E-Mail ausreichend, oder wird eine andere Form der Bestätigung benötigt ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2013 | 07:53

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Eine solche Einwilligung ist an keine spezielle Form gebunden, theoretisch reicht sogar eine mündliche Bestätigung (z.B. am Telefon). Aus Gründen der Nachweisbarkeit sollte aber eine schriftliche Einwilligung eingeholt werden, wobei eine Bestätigung per E-Mail ausreichend wäre.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67020 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Wir können Herrn Bohle nur weiterempfehlen, seine Antwort hat uns sehr geholfen. Wir hatten eine umfangreichere Rückfrage, die wir dann per Mail an ihn gestellt haben und bekamen schnell und sogar kostenlos geantwortet. Hierfür ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klasse, vielen Dank für die Hilfe!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klasse, vielen Dank für die Hilfe!!! ...
FRAGESTELLER