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Fristlose ausserordentliche Kündigung durch Mobilfunkanbieter

19.11.2015 10:24 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Sehr geehrte Damen und Herren,
zu Beginn dieses Jahres hatte ich Probleme mit meinem Mobilfunkanbieter, da mir in regelmäßigen Abständen Beträge von einem Drittanbieter über meinen Vertrag abgebucht wurden. Daraufhin kündigte ich den Handyvertrag fristgerecht und widerrief die Einzugsermächtigung. Ab diesem Zeitpunkt bezahlte ich meine Rechnungen per Überweisung.
Seltsamerweise wurde irgendwann mal eine fällige Rechnung angemahnt, woraufhin ich dann bezahlt habe.
Die 2 letzten Rechnungen (September/Oktober) erhielt ich weder per Post noch wurden sie angemahnt.
Irgendwann (am 16.11.) bemerkte ich, dass meine SIM Karte gesperrt ist. Am 18.11. vormittags überwies ich die 2 noch offenen Rechnungen (wurden online zur Verfügung gestellt, zusammen EURO 142,00). Am Abend des 18.11. fand ich die fristlose Kündigung meines Mobilfunkanbieters im Briefkasten mit dem weiteren Hinweis, dass der Vorgang an ein Inkassobüro weitergeleitet wird. Von einem Inkassobüro habe ich bis heute, 19.11. allerdings noch keine Post erhalten. Mir ist selbstverständlich klar, dass ich die Zahlung der beiden letzten Rechnungen "verbummelt" habe. Allerdings möchte ich nun fragen, wie ich hier weiter verfahren soll, wenn mir der Mahnbescheid des Inkassobüros ins Haus flattert. Vielen Dank für ihre Antwort im voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es kommt jetzt darauf an, was das Inkasso einfordert.

Offene Rechnung sind bezahlt.

Verzug lag dann nicht vor, wenn man Ihnen die beiden Rechnungen gar nicht zur Verfügung gestellt hatte - weder per Post noch Online.

Durch die fristlose Kündigung wird der Anbieter sicher über das Inkasso die Gebühren für die letzten Monate bis zum "normalen" Vertragsende als Schadensersatz geltend machen wollen.

Die fristlose Kündigung war aber unwirksam, wenn eben kein Verzug gegeben war.

Wenn eine entsprechende Forderung durch das Inkasso geltend gemacht wird, sollte man diese zurückweisen und sich darauf beziehen, dass die fristlose Kündigung unwirksam ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2015 | 11:20

Sehr geehrter Herr Schwerin,
eine Nachfrage : Ich denke ein Zahlungsverzug lag doch vor, da die Rechnungen online zur Verfügung gestellt waren, ich nur gewohnt war Rechnungen/Mahnungen per Post zu erhalten. Was ändert das am Fall ?? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2015 | 11:30

Sehr geehrter Fragesteller,

dann lag tatsächlich Verzug vor, sodass auch ein wichtiger Grund für die fristlose Kündigung vorlag.

Der Anbieter kann dann die Kosten der Restlaufzeit auch als Schadensersatz geltend machen.

Allerdings kann man analog zu mietrechtlichen Regelungen auch argumentieren, dass die sofortige Nachzahlung des offenen Betrages den Kündigungsgrund entfallen lässt.

Dann sollten Sie den Anbieter auffordern, die fristlose Kündigung zurückzunehmen und den Vertrag bis zum Ende laufen zu lassen, sodass Sie diesen auch noch nutzen können.

Mit freundlichen Grüßen

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