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Fristlose Kündigung während Krankschreibung

29.06.2020 19:14 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


20:44
Hallo,
Ich arbeite seit ein paar Monaten in einer Firma und habe den Arbeitsplatz gekündigt. Ich habe Anspruch auf den anteiligen Jahresurlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz. Nach erheblichen Differenzen mit der Verwaltung wegen eines nicht in Voll genehmigten Urlaubs ohne betriebliche Gründe (der ganze Sachverhalt würde hier den Rahmen sprengen), habe ich mich in der letzten Woche vor dem genehmigten Teilurlaub wegen einer psychosomatischen Erkrankung krankschreiben lassen. Diese Zeit fällt auch in die Zeit, wo ich am Anfang eine Genehmigung des vollen Urlaubs ersucht habe und diese nicht erhalten habe. Zwischen den Differenzen und der Krankschreibung lagen ungefähr 3 Wochen, in denen ich normal zur Arbeit gekommen bin. Mit der Krankschreibung war der Übergang in den Urlaub nahtlos.
Frage: Kann mir deswegen fristlos gekündigt werden, weil die AU in genau diesen Zeitraum fällt? Und wäre ein weiterer Grund zur fristlosen Kündigung, falls ich in den Urlaub gefahren bin während der Krankschreibung (ärztlich nicht genehmigt, aber da es um ein psychosomatisches Problem geht nicht hinderlich für die Genesung?)
29.06.2020 | 20:21

Antwort

von


(736)
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage , die ich Ihnen wie folgt beantworte:



Frage 1:
"Kann mir deswegen fristlos gekündigt werden, weil die AU in genau diesen Zeitraum fällt?"

Ja, weil hierdurch beim Arbeitgeber durchaus der dringende Verdacht entstehen kann, dass Sie zum einen die Krankheit vorgetäuscht haben und dies zum anderen deswegen taten, um Ihren bereits abgelehnten anteiligen Urlaub wie von vornherein geplant antreten zu können.

Frage 2:
" Und wäre ein weiterer Grund zur fristlosen Kündigung, falls ich in den Urlaub gefahren bin während der Krankschreibung (ärztlich nicht genehmigt, aber da es um ein psychosomatisches Problem geht nicht hinderlich für die Genesung?)"

Nein. Dies ist zwar auch angesichts des vorausgegangenen Sachverhalts etwas ungeschickt gewesen, aber hier könnte man ja auch nachträglich sicherlich belegen, dass der Urlaub den Heilungsprozess nicht verzögert hat.

Ansatzpunkt für eine fristlose Kündigung wäre hier wohl allein, dass Antreten des bereits abgelehnte Urlaubs durch eine aus Sicht des Arbeitgebers vorgetäuschte Krankschreibung.

Über die Rechtmäßigkeit einer fristlosen Kündigung müsste dann das zuständige Arbeitsgericht befinden. Einfach ignorieren sollten Sie eine solche Kündigung in keinem Fall.


Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt -



Rechtsanwalt Raphael Fork

Nachfrage vom Fragesteller 29.06.2020 | 20:29

Der Urlaub wurde ohne das Vorliegen betrieblicher Gründe nicht genehmigt und mit einer nicht haltbaren Begründung. Ebenfalls wurde der volle Urlaubsanspruch nicht gewährt, auch ohne ausreichende Begründung (ich habe ja selber gekündigt). Kann in diesem Fall die fristlose Kündigung trotzdem vor Gericht Bestand haben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.06.2020 | 20:44

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage , die ich Ihnen wie folgt beantworte:



Nachfrage 1:
"Kann in diesem Fall die fristlose Kündigung trotzdem vor Gericht Bestand haben?"

Das wäre durchaus möglich, da das eine mit dem anderen rechtlich nichts zu tun hat.

Eine unberechtigte Ablehnung Ihres Urlaubs hätten Sie rechtlich angreifen können und müssen, um Ihren Urlaub rechtssicher wie gewünscht antreten zu können. Ihr Arbeitgeber hätte dann dringende betriebliche Gründe darlegen müssen. Wäre er damit gescheitert, hätten Sie den Urlaub wie geplant zugesprochen bekommen.



Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt -

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