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Fristlose Kündigung nach eigener Kündigung, wegen Infomail an direkten Mitarbeiter

23.06.2014 10:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
ich habe Mitte Juni fristgerecht mein Arbeitsverhältnis gekündigt (Kundigungsfrist 6 Monate zum Quartalsende). In meinem Kündigungsgespräch mit dem Geschäftsführer haben wir vereinbart (4-Augen Gespräch), dass mit der Info "professionell" umgegangen werden soll.
Genauer haben wir das nicht spezifiziert. Ich habe am darauffolgenden Wochenende, weil ich selber noch eine Woche im Urlaub war, beim Bäcker einen leitenden Angestellten meines Arbeitgebers getroffen, der mir im Gespräch mitteilte, dass er von meiner Kündigung erfahren habe.
Ich habe daraufhin aus dem Urlaub meine direkt zugeordneten Mitarbeiter (dies sind auch Führungskräfte, sowie meine Sekretärin) per Mail darüber informiert, dass ich gekündigt habe, wohin ich gehen werde und welche Position ich dort antreten werde. Zudem habe ich geschrieben, dass diese Info "ggf auch Mitarbeitern gesagt werden kann", weil ich davon ausgegangen bin, dass diese dies evtl. in der Zwischenzeit erfahren könnten.
Nach meinem Urlaub habe ich dann erfahren, dass dem Geschäftsführer diese Mail zugeleitet wurde und dass er das Vertrauensverhältnis zu mir als erschüttert ansieht. Nun möchte er mir fristlos zum Monatsende kündigen.
Ist diese Mail als "unprofessionell" anzusehen und ist dies ein ausreichender Grund für eine fristlose Kündigung (nach 10 Jahren Firmenzugehörigkeit).

23.06.2014 | 11:15

Antwort

von


(562)
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12621 Berlin
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Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich besteht aufgrund des Arbeitsverhältnisses eine vertragliche Nebenpflicht, über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu bewahren. Dazu gehören idR solche Tatsachen, die nur einem eng begrenzten Personenkreis bekannt sind und nach dem bekundeten Willen des Arbeitgebers geheimgehalten werden sollen.

Durch die nicht konkretisierte Absprache mit der Kündigung "professionell" umzugehen, sehe ich keinen bekundeten Willen des Arbeitgebers Ihren Kollegen nicht die Tatsache der Kündigung mitzuteilen.

Darüber hinaus wäre die Berufung auf eine angeblich vereinbarte gegenseitige Schweigepflicht rechtsmissbräuchlich, wenn der Arbeitgeber selbst die Kündigung Dritten mitgeteilt hat, wovon nach Ihrer Schilderung auszugehen ist.

Insgesamt halte ich die außerordentliche Kündigung deshalb für unwirksam und rate Ihnen gegen diese vorzugehen. Aufgrund der Komplexität und der kurzen Fristen des Arbeitsgerichtsverfahrens, rate ich Ihnen kurzfristig einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit Ihrer Vertretung zu beauftragen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Haben Sie eine Arbeitsrechtsschutzversicherung, übernimmt diese die Kosten des Rechtsstreits.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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