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Fristlose Kündigung durch AN


28.02.2006 02:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Wir betreiben einen Gastronomiebetrieb mit ca. 200 Sitzplätzen. Unser Küchenchef wurde eingestellt, um weitgehend eigenverantwortlich ein Team aus ca. 6 Festangestellten und mehreren Aushilfskräften zu führen und das gesamte Küchenkonzept weiterzuentwickeln und zu reorganisieren.

Nach sechsmonatiger Tätigkeit ohne den Anflug einer Unzufriedenheit oder gar Beschwerde über seine Tätigkeit und den Arbeitsplatz seinerseits, geschweige denn den Lohn, nahm er den ihm zustehenden Urlaub und kündigte fristlos ohne Angabe von Gründen während der Arbeitszeit am ersten Arbeitstag nach seinem Tauch-Urlaub auf den Malediven.

Der AN, der unsere Firma 4.800 EUR/mtl. kostete, stürzte den Betrieb dadurch in eine fatale Krise. Desorganisation, unzureichende Qualität wegen fehlender Führung etc. Er machte sich nicht einmal die Mühe, einer "ordentlichen" Übergabe. Der Agentur für Arbeit gegenüber behauptete er von "gegenseitigem Einvernehmen".

Können wir grundsätzlich Schadensersatz geltend machen?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

aufgrund Ihrer Angaben gehe ich davon aus, dass Ihr Arbeitnehmer eine bestehende Kündigungsfrist nicht eingehalten und grundlos sein Arbeitsverhältnis beendet hat. Entscheidend sind hier eventuelle Bestimmungen des Arbeitsvertrages hinsichtlich Probezeit und Kündigung.

Grundsätzlich kann ein Arbeitnehmer auch außerordentlich und fristlos kündigen, sofern er einen so genannten wichtigen Grund dafür hat. Ihren Angaben zufolge und insbesondere aufgrund seiner Angaben gegenüber der Agentur für Arbeit ist jedoch von einem solchen Fall nicht auszugehen.

Aufgrund dessen ist Ihr Arbeitnehmer seiner vertraglichen Pflicht zur Arbeit nicht nachgekommen, so dass grundsätzlich ein Anspruch auf Schadensersatz wegen Nichtleistung besteht.

Allerdings ist es in der Praxis sehr schwierig, einen konkreten Schaden und die Ursächlichkeit des Vertragsbruches hierfür nachzuweisen.

Die von Ihnen genannten Folgen lassen einen konkreten bezifferbaren Schaden derzeit jedoch nicht genau erkennen. Ein Schaden entsteht zunächst auch nicht unbedingt durch das eventuelle Einstellen einer Ersatzkraft, denn das Gehalt Ihres Arbeitnehmers wird wohl nach Beendigung der Arbeit durch den Arbeitnehmer von Ihnen nicht mehr gezahlt worden sein und die Kosten der Ersatzkraft werden durch das ersparte Gehalt Ihres Arbeitnehmers kompensiert.

Allerdings gilt etwas anderes für Mehrkosten, die durch die von Ihnen benannte Desorganisation anfallen. Z.B. Überstundenzuschläge oder auch die Differenz zu einem höheren Gehalt einer Ersatzkraft. Entscheidend sind somit immer die genauen bezifferbaren Mehrkosten, die durch die unberechtigte und ursächliche Arbeitsaufgabe des Arbeitnehmers entstehen.

Ein Qualitätsverlust in Ihrem Betrieb an sich führt auch noch nicht zu einem für Sie konkreten Schaden, es sei denn, Sie können ganz konkret die finanziellen Einbußen beziffern und der Vertragesbruch Ihres Arbeitnehmers ist nachweislich ursächlich dafür. Beispiel hierfür ist auch ein entgangener Gewinn, der aber ohne den Vertragsbruch wahrscheinlich erwirtschaftet worden wäre.

Gegebenenfalls können aber auch im weiteren Verlauf Schäden entstehen, die derzeit noch nicht absehbar sind bzw. auch nicht konkret bezifferbar.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion weiterhin zur Verfügung. Interessant wäre auch der genaue Vertragsinhalt u.a. mit Bestimmungen zur Kündigung, Probezeit und den Kündigungsfristen, den Sie mir auch gerne per Fax zur Durchsicht übermitteln können.

Mit freundlichen Grüßen


Per-Hendrik Ipland
Rechtsanwalt


www.beindorff-ipland.de
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