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Fristlose Kündigung bei Fernbleiben


25.10.2004 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,

wir sind eine GmbH mit 4 AN. Wir haben einem Trainee in der Probezeit fristlos gekündigt. Vorgeschichte: wir haben den Trainee zu Ausbildungszwecken an eine Schwesteragentur "ausgeliehen". Sie war aber noch auf unserer Payroll. Letzte Woche bekomme ich einen Anruf, von dieser Agentur, daß der Trainee nach einer Woche nicht mehr erschienen sei, unentschuldigt. Auf Anruf der Agentur, sagte der Trainee: "Mir gefällt es da nicht. Überhaupt will ich mehr Geld verdienen. Dieses Ausleihen sei unseriös! Ich komme nicht mehr". Obwohl dieser Einblick in eine größere Agentur mit ihr abgesprochen war. Sie kam nicht nur mehr zu unserer Schwesteragentur, sondern erschien auch nicht mehr bei uns.
Ihr letzter Tag bei der Agentur war der 15.10. Wir haben ihr jetzt fristlos gekündigt, rückwirkend zum 15.10. Seitdem ist sie ferngeblieben und hat sich nicht einmal bei uns gemeldet bzw. ist nicht zu erreichen.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts scheint Ihr Verhalten gerechtfertigt. Unentschuldigtes Fernbleiben vom der Arbeit rechtfertigt im Regelfall eine außerordentliche Kündigung.

Ob die Angelegenheit noch Nachwirkungen hat kann ich auf der Grundlage des Sachverhalts nicht genau beurteilen. Sie schreiben von einer Schwesterargentur. Wenn diese Schwesterargentur mit Ihrem Betrieb zusammen rechtlich einen Betrieb bildet, ist möglicherweise die Grenze des sogenannten Kleinbetriebes überschritten. Dann könnte sich Ihr Trainee gegen die Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage zur Wehr setzten. Ich halte dies zwar momentan für nicht besonders wahrscheinlich, da die Mitarbeiterin ja ganz offensichtlich auch an der Tätigkeit kein Interesse mehr hatte. Auch scheint es mir wenig erfolgversprechend, da Sie die "Ausleihe" ja mit der Mitarbeiterin abgestimmt hatten.

Wenn Ihnen aber dennoch eine Klage zugestellt werden sollte, sollten Sie sich dann auf alle Fälle noch einmal anwaltlich beraten/vertreten lassen.


Ich hoffe Ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Zywicki

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2004 | 17:52

Vielen Dank Herr RA Zywicki,

die Schwesteragentur und wir bilden rechtlich keine einen Betrieb. Es sind zwei getrennte GmbHs. Die eine GmbH ist nur 40 %tiger Gesellschaftlicher bei der anderen. Angestellte gab es inklusive der Gekündigten nur 4. Alle anderen sind Freelancer. Momentan sind es nur 2 AN.

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2004 | 18:29

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn es nur 4 AN gegeben hat, gilt das Kündigungschutzgesetz nicht. Es gilt dann grundsätzlich die normale gesetzliche Kündigungsfrist des BGB, oder vordringlich natürlich eine besondere Fristenregelung im Arbeitsvertrag, falls eine solche vorhanden ist.

Man könnte sich im übrigen auch auf den Standpunkt stellen, dass die Mitarbeiterin selbst gekündigt hat, da sie ja gesagt hat sie wolle nicht mehr zur Arbeit kommen.

Ich halte es vor diesem Hintergrund für eher unwahrscheinlich, dass sie arbeitsrechtliche Nachteile befürchten müssen. Natürlich können Sie aber nicht ausschließen, dass die Mitarbeiterin versucht sich gegen die Kündigung zu wehren, auch wenn dies m.E. unwahrscheinlich ist und wenig Aussicht auf Erfolg hat. Sollte es dennoch dazu kommen müssen Sie noch einmal gesondert , zumindestens telefonisch, anwaltlichen Rat einholen. Details klären sich am besten im persönlichen Gespräch, die Online - Beratung ist dazu zu umständlich.

Mit freundlichen Grüßen,

Zywicki

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