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Fristlose Kündigung bei Entgelterschleichung


| 03.08.2017 21:10 |
Preis: 45,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Tag,
Ich habe einen Arbeitnehmer den ich direkt nach der Elternzeit aufgrund arbeitsrechtlicher Differenzen fristgerecht mit einem Monat Kündigungsfrist zum 31.08 gekündigt habe. Am ersten Tag nach der Elternzeit an dem er wieder arbeiten kam habe ich ihm die ordentliche Kündigung überreicht. Am nächsten Arbeitstag meldete er sich für den ganzen restlichen Monat bis zum Ende der Kündigung krank. In einem persönlichen Vier-Augen-Gespräch teilte er mir mit das er es nicht nötig hat bis zum Ende des Monats weiterhin zur Arbeit zu kommen und er eigentlich nicht krank sein. Aufgrund diesen Umstandes möchte ich nun die ordentliche Kündigung durch die fristlose Kündigung ersetzen. Meine Frage: reicht die bloße Äußerung mir gegenüber aus zur fristlosen Kündigung oder brauche ich noch mehr Beweise oder einen Zeugen? Wie stehen die Chancen bei einer eventuellen Klage vor dem Arbeitsgericht? Und die zweite Frage: muss ich die restlichen Tage vor der fristlosen Kündigung trotzdem entlohnen die der Arbeitnehmer dann quasi unentschuldigt gefehlt hat? Es sprechen nämlich noch mehrere Anzeichen dafür dass der Arbeitnehmer nach Erhalt der Kündigung nicht wiederkommen wollen würde. Und gilt die fristlose Kündigung ab sofort nach Zugang beim Arbeitnehmer?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


sofern eine AU-Bescheinigung vorgelegt wird, werden Sie mit der (sicherlich berechtigten und moralisch zutreffenden) fristlosen Kündigung vor den Arbeitsgericht nicht erfolgreich argumentieren können. Derzeit unterstellen die Gerichte, dass die AU die Richtigkeit der darin verbrieften Tatsache (=Arbeitsunfähigkeit) indiziert.

Daher stehen die Chancen leider wirklich nicht gut und das gesamte Verfahren wird sich nicht lohnen.


Auch die Äußerung - die ja die Vortäuschung der Krankheit bestätigt - ändert daran zu Ihren Gunsten nichts. Denn bestreitet der Arbeitnehmer diese Äußerung, müssten Sie sie beweisen, was dann schwer möglich wäre.


Ansonsten gilt:

Eine fristlose Kündigung wirkt sofort mit den Zugang.

Für unentschuldigte Fehltage werden Sie nichts zahlen müssen - aber es muss eben unentschuldigt gewesen sein und Sie müssen der Arbeitnehmer nachweislich vergeblich zur Arbeitsaufnahme aufgefordert haben (Wenig nachvollziehbar, aber eben derzeitige Rechtsprechung im Arbeitsrecht).


Mein Tipp.

-Belassen Sie es bei diesem einen Monat, auch wenn es ärgerlich ist.
-Ein Arbeitsgerichtsverfahren kostet Geld, Zeit und Nerven, wobei der Erfolg nahezu gegen Null liegt.
-Rechnen Sie bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses ab.
-Erstellen Sie ein WAHRHEITSGEMÄßES, leistungsgerechtes Zeugnis.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 05.08.2017 | 12:01


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