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Fristlose Kündigung bei Arbeitsverweigerung

19.04.2008 16:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Manfred A. Binder


Guten Tag,

folgendes Problem:

Mit einer Mitarbeiterin habe ich einen mündlichen Arbeitsvertrag, geschlossen am 01.02.2007.
Am 15.4.2008 erschien die Mitarbeiterin nicht mehr zur Arbeit.
Als Grund gab Sie private Probleme an. Ich stellte sie daraufhin bis zum 19.04.2008 vom Dienst frei, (mündlich wurde vereinbart, daß diese Zeit nicht bezahlt wird) damit Sie ihre privaten Dinge regeln kann. Am 19.04.2008 rief Sie mich an und sagte mir, daß sie nicht mehr arbeiten wolle. Der Grund ist ihr Lebenspartner, der nicht möchte, daß sie in meiner Firma arbeitet.
Ich sagte Ihr, sie solle mir die Kündigung schicken.

Frage: Wie verhalte ich mich, damit ich sie ab dem ersten Tag ihres Fernbleibens nicht mehr bezahlen muß?
(Fristlose oder ordentliche Kündigung? Soll ich auf ihre Kündigung warten? Ist vorherige Abmahnung nötig?)
Ein Aufhebungsvertrag ist nicht möglich, da ihr Lebenspartner den Kontakt untersagt. (So etwas gibt es leider auch noch.)
Zählt das Telefonat als fristlose Kündigung ihrerseits?
Bin ich berechtigt, ihrem Insolvenzverwalter (sie ist in der Privatinsolvenz) Mitteilung zu machen?

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Vorauszuschicken ist, dass grundsätzlich gilt: „kein Lohn ohne Arbeit“!
Dieser Grundsatz wird nur durchbrochen, wenn sich der Arbeitgeber im Annahmeverzug befindet.
Sowohl die ordentliche als auch die außerordentliche Kündigung bedürfen nach § 623 BGB zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Fernmündlich kann eine Kündigung nicht wirksam ausgesprochen werden.
Wenn Sie nicht auf die Kündigung Ihres Arbeitnehmers warten wollen, empfiehlt es sich hier unmittelbar die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund, die der Schriftform unterliegt und dem AN zugehen muss, auszusprechen. Eine Abmahnung ist in diesem Fall entbehrlich, da sie keinen Erfolg verspricht. Zudem ist eine Abmahnung bei Arbeitsverweigerung nicht notwendig. Da es so scheint, dass die Verweigerung der Arbeit beharrlich, also nachhaltig vorsätzlich ist, ist hier ein Kündigungsgrund gegeben.

Darüberhinaus bleibt es Ihnen unbenommen, dem Treuhänder die Kündigung mitzuteilen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in Ihrer Angelegenheit weiterhelfen konnte. Bei Unklarheiten verweise ich auf die kostenlose Nachfrageoption.


Mit freundlichen Grüßen

Manfred A. Binder
Rechtsanwalt


info@ra-manfredbinder.de

Ich darf schließlich noch auf Folgendes hinweisen:
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.


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