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Fristlose Kündigung aus wichtigem Grunde möglich?

27.01.2005 15:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo
Die Firma in der ich arbeite ist keine KG oder GmbH ect. wir sind ca.30 Arbeitnehmer.Ich bin festangestellt als Industriebuchbinderin abwohl ich eine angelernte Kraft bin.Laut Vertrag wäre meine Kündigungsfrist 4 wochen zum ende eines Monats.Doch die Art und Weise wie es in der Firma zugeht machen mich krank.Ich will dort nicht mehr hin und habe mich deshalb woanders beworben. Diese Firma will das ich jetzt zum 1.2. anfange.Was ich auch vorhabe.Reicht es aus für eine Fristlose kündigung, das mein Magen mir übel mitspielt und ich manchmal glaube ich müsse bald"Amok" laufen? Mein chef ist ein choleriker und macht sehr viel Druck.Ich halt das nicht mehr aus.Beim Arzt war ich noch nicht,da man Probleme kriegt,wenn man krank war. Urlaub gibt es nur wenn es dem Chef genehm ist und wir arbeiten jede Woche länger obwohl er uns auf 7 stunden die Woche gesetzt hat,weil es angeblich nicht soviel zutun gäbe.Ich kann nicht normal mit meinem Chef darüber sprechen.Was kann ich tun
Ist das grund genug für eine fristlose Kündigung?Was hab ich sonst für Möglichkeiten

27.01.2005 | 15:50

Antwort

von


(892)
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50739 Köln
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Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist eine fristlose Kündigung des Arbeitsvertrages nur aus wichtigem Grunde möglich. Die Tatsache, daß Ihnen die Arbeit dort keinen Spaß mehr macht und sie belastet wird dazu aber nicht ausreichen. Dabei ist insbesondere zu beachten, daß die ordentliche Kündigung mit Frist von 4 Wochen möglich ist und Sie, Ihren eigenen Angaben zufolge, nicht Vollzeit arbeiten. Ihnen wird daher die Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist zuzumuten sein.

Wenn Sie zum 01.02. aus dem bestehenden Arbeitsvertrag entlassen werden möchten, sollten Sie versuchen, mit Ihrem Arbeitgeber eine Aufhebungsvereinbarung zu treffen. Diesem Wunsch muß er aber nicht nachkommen. Einen Versuch ist es aber wert.

Sollten Sie am 01.02. nicht mehr zur Arbeit erscheinen, weil Sie bereits einen anderen Arbeitsplatz haben, kann der Arbeitgeber Ihnen fristlos kündigen und in der Folge auf Schadensersatz wegen Verletzung des Arbeitsvertrages in Anspruch nehmen, wenn ihm dadurch ein finanzieller Schaden entstanden ist. Möglicherweise kann z.B., wenn eine Ersatzarbeitskraft nicht rechtzeitig gefunden wird, ein Kundenauftrag nicht erfüllt werden. Auch können z.B. Inseratkosten für Bewerbungen, die der Arbeitgeber zur kurzfristigen Neubesetzung des Arbeitsplatzes ausschreibt, entstehen.

Eine einvernehmliche Regelung empfiehlt sich daher auf jeden Fall.

Ich bedauere Ihnen keine günstigere Mitteilung machen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

ANTWORT VON

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