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Fristlose Kündigung WG-Zimmer

| 1. November 2021 17:37 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


18:27

Ich habe eine fristlose Kündigung meines WG-Zimmers erhalten, nachdem der VM mich 3x abgemahnt hatte.
Ich lebe in einer WG mit zwei weiteren Bewohnern. Leider gibt es Streit mit der Mitbewohnerin.
Das meiste sind eigentlich nur Kleinigkeiten und Kinderkram.

Hier die Abmahnungen zusammengefasst:
1. Ich habe die Kaution nicht rechtzeitig gezahlt. Nach der Abmahnung allerdings schon. Die Miete habe ich immer pünktlich Überwiesen.

2. Störung des Hausfriedens. Eine Begründung dazu gab es nicht, außer dass ich wohl nicht für das Leben in einer WG geeignet bin. Ich denke, es geht darum, dass ich einmal zum Nachbarn über uns gerufen habe, dass er leise sein soll, als er früh um 8 Lärm in der Wohnung gemacht hat (Möbel aufbauen/verschieben). Ich weiß, dass er das unter der Woche darf, aber er hat mich dennoch beim Schlafen gestört und das bereits den dritten Tag in Folge.

Das mein Verhalten nicht vorbildlich war, ist mir klar, aber ich denke hier nicht, dass die Abmahnung rechtens ist, da das Rufen/Schreien nur an einem Tag war.

3. Abmahnung, weil ich die Post der Mitbewohnerin geöffnet habe, 2x. Dies war ein Versehen, da, ich 5 Pakete geöffnet habe und schlicht übersehen habe, dass das letzte von ihr war. Der Postbote hat auch nicht gesagt, dass eines der Pakete nicht für mich bestimmt ist. Dass das zweimal vorgekommen ist, war einfach reine Tollpatschigkeit von mir.
Darf der VM da überhaupt abmahnen, ist es nicht wenn dann eine Sache eines Gerichtes, festzustellen ob ich tatsächlich das Briefgeheimnis verletzt habe?


Dann folge noch die Kündigung mit der Begründung, dass ich mein Verhalten nicht geändert habe. Ich soll meine Mitbewohner beleidigt haben oder eine lautstarke Form der Beschwerdeführung begangen haben.
Ich hatte lediglich schriftlichen Kontakt per Whatsapp mit meiner Mitbewohnerin, also kann es gar nicht sein, dass ich „Lautstark" war. Schriftlich war ich etwas aggressiv und sauer, allerdings ginge das nicht nur von mir aus und die Nachrichten der Mitbewohnerin waren auch nicht "netter". Direkte Beleidigungen habe ich definitiv nicht ausgesprochen oder geschrieben, nur sowas wie, dass Ihr Verhalten Kindisch sei.
Dennoch werde ich vom VM als Unruhestifter des Hauses und der WG dargestellt.
Meines Erachtens nach sind die Begründungen für eine fristlose Kündigung zu Harmlos und sind teilweise nicht mal wahr und lassen sich demnach auch nicht beweisen. Auch hat meine Mitbewohnerin oder der VM nicht mal versucht, Gespräche anzubieten und den Streit zu schlichten.
Das gesamte mir Vorgeworfene Fehlverhalten basiert nur auf Aussagen meiner Mitbewohnerin, meine Sicht spielt für den VM gar keine Rolle.

Aktuell würde ich in dem Zimmer bleiben und es auf eine Räumungsklage ankommen lassen,
allerdings würde ich dazu noch eine Einschätzung im Vorfeld bekommen, wie gut dafür meine Chancen wirklich sind. Ich bin mir wegen der Abmahnung wegen des Öffnens der Post unsicher, da dies ja theoretisch auch eine Straftat darstellt, auch wenn dies aus Versehen stattfand.
Daher: macht es Sinn, das Zimmer nicht zu räumen, da die fristlose Kündigung nicht haltbar ist?
Ich möchte da natürlich auch nicht länger bleiben, aber noch habe ich nichts neues gefunden.

Noch eine Frage die ich habe: Kann ich den VM anzeigen, da er meiner Mitbewohnerin erzählt hat, dass ich bereits 3 Abmahnungen habe (noch vor der Kündigung) und er hat nach der Kündigung meinen Vater angerufen (ich bin schon lange über 18) und ihm davon erzählt. Ist das nicht eine Verletzung des Datenschutzes oder ähnlichem? Der VM kann doch nicht einfach jedem so sensible Daten über mich erzählen oder?

Danke und viele Grüße.

1. November 2021 | 18:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Kündigung
Eine fristlose Kündigung ohne Abmahnung sehe ich ich nicht.
Die Frage ist also, ob eine Abmahnung letztlich vorgelegen hat.
Für eine wirksame Kündigung muss immer genau das Verhalten abgemahnt werden, wegen dem dann auch gekündigt wurde. Dies. muss auch explizit benannt werden. Es kann nicht ein diffuses Beziehen auf verschiedene Gründe sein.
In Ihrem Fall wurde kein abgemahntes Verhalten wiederholt.
Die Kündigung ist daher unwirksam.
Sie sollten der Kündigung daher schriftlich widersprechen.

2. Es kommt hier ein Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht in Betracht.
Es kommt hier eine Abwägung der Interessen in Betracht. Da sie durch Ihr Verhalten jedoch in die Rechte anderer Mitbewohner eingegriffen haben, wird die Abwägung nicht zu Ihren Gunsten ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 1. November 2021 | 18:22

Danke für Ihre Antwort. Leider finde ich diese etwas verwirrend geschrieben und mir ist nicht ganz Ersichtlich, zu welchen Fragen Sie welche Antwort gegeben haben.

Was meinen Sie zb mit:

2. Es kommt hier ein Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht in Betracht.
Es kommt hier eine Abwägung der Interessen in Betracht. Da sie durch Ihr Verhalten jedoch in die Rechte anderer Mitbewohner eingegriffen haben, wird die Abwägung nicht zu Ihren Gunsten ausfallen.

Geht es hier um die Anzeige? Wieso darf der VM persönliche Daten an dritte weiter geben, wenn ich die rechte anderer Mitbewohner eingreife (von welchem Eingriff sprechen Sie genau)?

Ich bitte um eine Überarbeitung Ihrer Antwort, da sie doch etwas kurz und unklar geschrieben ist.

Danke.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 1. November 2021 | 18:27

Sehr geehrter Fragesteller,

mit Punkt 2 meiner Antwort habe ich mich auf die Verletzung des "Datenschutzes" bezogen.
Eine Datenschutzverletzung liegt hier nicht vor, es kommt lediglich eine Verletzung des Persönlichkeitsrechtes in Betracht. Dazu muss immer eine Abwägung der gegenseitigen Interessen vorgenommen werden. In dieser Prüfung der Abwägung ist Ihre Position wenig schützenswert, der Vermieter nimmt berechtigte Interessen war.
Ich sehe hier also keine Persönlichkeitsverletzung.

Ich hoffe, Ihre Frage jetzt verständlich beantwortet zu haben.

Beste Grüße
RA Richter

Bewertung des Fragestellers 1. November 2021 | 18:51

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