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Fristlose Kündigung-Mutterschutz


15.01.2005 22:31 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo,
ich habe gestern in meinem Briefkasten die fristlose Kündigung meines Chefes gehabt, wahrscheinlich eingeworfen, da keine Briefmarke. Er ging Nummer sicher, denn bei meinem Freund wo ich zwischen drin auch mal wohne, hat er auch eine in den Briefkasten geworfen. Diese Kündigung enthält:
Das er das Arbeitsverhältnis fristlos kündigt, jedoch vorsorglich bzw. hilfsweise bis zum 31.03.2005. Ich darf die Büroräume nicht mehr alleine betreten und muss die Büroschlüßel bis spätestens 19.01.05 abgegeben haben.
Ich bin aber schwanger, was mein Chef so direkt noch nicht weiß (hatte noch nicht die Zeit mit ihm ein Gespräch darüber zu führen und wollte auch warten, bis ich weiß wie weit ich schwanger bin und wann der Entbindungstermin ist) aber die 2. Chefin (Prokuristin). Wir sind nur ein 4 Mann Betrieb. Ich hatte am 04.01.05 einen Tag Urlaub wegen dem Frauenarztbesuch und am 05.01.05 habe ich es gleich der Prokuristin gesagt das ich schwanger bin und Ihr auch mitgeteilt, das die genaue Schwangerschaftswoche erst beim nächsten Termin am 19.01.05 mitgeteilt werden kann. Nun bin ich seit dem 10.01.05 krank, war bei meinem Hausarzt der mich aber nicht behandeln konnte, weil ich schwanger bin und da zu meinem Frauenarzt gehen solle. Da war ich erst am Mittwoch den 12.01.05, der mich dann auch erst ab diesem Tag krank schreiben durfte(bis einschliesslich 19.01.05) aber das ja eigentlich kein Problem ist, denn ich darf ja 2 (3) Tage ohne gelben Schein vom Arzt zu Hause bleiben. Werde am Montag gleich zu meinem Frauenarzt gehen und mir ein Attest ausstellen lassen, das halt aussagt das ich schwanger bin. Dies werde ich meinem Chef auch gleich ins Büro fahren. Denn ich kann ihm ja noch 2 Wochen nach Erhalt der Kündigung mitteilen, das ich schwanger bin.
Meine Fragen:
- muss in einer Kündigung nicht ein Kündigungsgrund drin stehen?
- wie soll ich mich jetzt am besten verhalten?
- wie sieht es mit der Weiterbeschäftigung aus, denn die Kündigung muss er doch zurück nehmen oder? Das Betriebsklima ist doch nun gestört.
- was raten Sie mir ein persönliches Gespräch oder lieber alles schriftlich machen?
- kann häufige Krankheit ein fristloser Kündigungsgrund sein? Ich war 2004 vermehrt krank aber habe immer eine Krankmeldung gehabt aber das war jetzt auch nicht sooo häufig.
- was sagt diese Kündigung eigentlich nun aus, das er mich fristlos kündigt oder doch unter Einhaltung der Kündigungsfrist?

Für eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen dankbar.

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Kündigungsschutz für eine schwangere Arbeitnehmerin beginnt mit dem Beginn der Schwangerschaft. Solange die Arbeitnehmerin die Schwangerschaft dem Arbeitgeber aber nicht angezeigt hat, kann sie sich nicht auf den Kündigungsschutz berufen. Der Arbeitgeber ist also nur dann an das Kündigungsverbot gebunden, wenn er von der Schwangerschaft weiß.

Allerdings gibt es die Möglichkeit der nachträglichen Mitteilung:

Kündigt der Arbeitgeber, weil er von der Schwangerschaft nichts weiß, und teilt die Arbeitnehmerin dem Arbeitgeber innerhalb von 2 Wochen nach Zugang der Kündigung ihre Schwangerschaft mit, wird die bereits ausgesprochene Kündigung unwirksam.

In Ihrem Fall empfehle ich daher, dem Arbeitgeber umgehend unter Vorlage eines ärztlichen Attestes die Schwangerschaft anzuzeigen.

Sowohl die fristlose, als auch die hilfsweise ordentliche Kündigung werden dann unwirksam.

Ein Kündigungsgrund muss grundsätzlich nicht angegeben werden. Allerdings können Sie die unverzügliche Angabe von Gründen verlangen.

Einer Rücknahme der Kündigung bedarf es nicht, da diese per Gesetz unwirksam ist.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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