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Fristl. Kündigung als 2.Hauptmieter bei Psychose und körperlichen Angriffen d. Mitbew

28.11.2010 16:48 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Guten Tag,

ich stehe derzeit vor folgendem Problem.

Ich zog im März dieses Jahres in eine zweier-WG.
Vertraglich bin ich der 2. Hauptmieter.

Bereits kurz nach dem Einzug stellte ich merkwürdige Verhaltensweisen an meiner Mitbewohnerin fest. Im laufe der Zeit kristallisierte sich heraus dass es sich um eine alternativpsychose handelt, eine Epelepsie-Begleiterscheinung, deren Symphtome denen einer Schitzophrenie überwiegend gleich sind.
Dies führte dazu, dass neben anfänglichem Verfolgungswahn diversen weiteren Syphthomen auch feindseelige verbale Angriffe begonnen haben. Was daraus resultierte war Psychoterror in Zeiten ihrer Anfälle den man hier nur schwer beschreiben kann. Eine Krankheitseinsicht ihrerseits ist nicht vorhanden, dementsprechend auch kein Wille sich behandeln zu lassen.
Nachdem ich nun ohnehin schon zugelassen habe dass sie mich über 6 Monate diesem Psychodruck aussetzt kam es an diesem Wochenende zu mehrfachen Körperlichen Angriffen Ihrerseits ( Sie hat mich Geohrfeigt und Angespuckt, dazu kamen Übelste Beleidigungen die ohnehin bereits an der Tagesordnung waren.
An diesem Abend (vorgestern) habe ich 2 mal die Polizei holen müssen. Diese haben die vorfälle zu Protokoll genommen. Da ich jedoch keine Strafanzeige gestellt habe, wird dies auch nicht verfolgt, jedoch von der Polizei an das Ordnungsamt bzw. den Gesundheitsdienst weitergegeben. Da die Polizei jedoch auch Täter in Ihren Wahnvorstellungen sind, ist das ganze im nachhinein weiter eskaliert. Ich sehe hier absolut keine möglichkeit mehr zusammen in dieser Wohnung zu leben, insbesondere auch eine geführdung meiner Gesundheit.

Meine Frage lautet nun, ob in diesem Fall meinerseits eine fristlose Kündigung meines Mietverhältnisses mit dem Vermieter unter Berufung auf § 569 Abs.1 rechtens ist, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Vermieter eine Erbengemeinschaft ist, und ein Mitglied dieser Erbengemeinschaft auch die beste Freundin der besagten Mitbewohnerin ist, und diese Ebenfalls seit geraumer Zeit Kenntnisse über deren Zustand hat und ebenfalls auf ähnliche, jedoch nicht Körperliche weise angefeindet und belästigt wird.

Ich hoffe auf eine schnelle Nachricht, da ich unbedingt aus der Wohnung raus muss und den Zustand keinen Tag länger aushalte.

Ich bedanke mich für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Fragen ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Bei einer massiven Störung Ihres Hausfriedens, wie hier von Ihnen geschildert, besteht die Möglichkeit der fristlosen Kündigung gem. § 569 II BGB, sofern diese Störung dem Risikobereich Ihres Vermieters zuzurechnen ist.

Nach der Rechtsprechung gehört dazu auch das Verhalten eines Mitbenutzers oder Untermieters. Der Vermieter muss also auch ohne eigenes Verschulden für die Angriffe seiner Mieterin Ihnen gegenüber insoweit einstehen.

Tätliche Angriffe und die Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit, wie von Ihnen geschildert, sind unzumutbar und damit ohne Zweifel ein Grund für eine fristlose Kündigung.

Ihnen kann ich nur raten, unverzüglich fristlos zu kündigen, evtl. auch , hilfsweise ordentlich.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt


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