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Fristgerechte aber völlig unerwartete Kündigung meines gewerblichen Raumes

08.04.2014 01:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


00:03


Seit 15 Jahren betreibe ich eine Musikschule mit einem konstanten Schülerstamm.
Im Haus wohnen Mieter , denen diese Musikschule seit eh und je ein Dorn im Auge ist. Es wurde mir von jenen Mietern schon vor Jahren ein Schallgutachten aufgedrückt, so dass ich demnach nur 4 Zeitstunden pro Tag meine Schule nutzen darf.
Diese Zeiten halte ich seit Jahren sekundengenau ein. In den gesetzlichen Ferien wird überhaupt nicht unterrichtet, lediglich hier und da einmal selbst gespielt. ( Klavier)
Plötzlich schreibt der Hausverwalter der Vermieterin eine fristgerechte Kündigung ohne Angabe von Gründen. Mein Mietzins wurde per Dauerauftrag regelmäßig und pünktlich überwiesen, ich war zu keiner Zeit im Mietrückstand.
Meine gesamte Existenz ist durch diese Schule abgesichert. Ich habe noch ein Kind von 9 Jahren, das ebenfalls komplett durch meine gewerbliche Tätigkeit in diesem Raum abgesichert ist.
Der Hausverwalter weiß genau, dass er mich und das Kind mit dieser Kündigung in ein Existenzfiasko stürzen wird. Kann diese fristgerechte, aber existenzvernichtende Kündigung gerichtlich aufgrund des beschriebenen Härtefalles angefochten werden?
Mein Kind geht in die 4. Klasse, die Musikschule ist wenige Minuten von unserer Privatwohnung und der Musikschule entfernt. Alles ist genau terminiert. Ich bin alleinerziehend und beziehe auch keinerlei Unterhalt. Ich bin daher auf meine Existenzausübung angewiesen und liebe meinen Beruf zudem.
Ist es statthaft, dass der Hausverwalter ohne schriftliche Vollmacht der Vermieterin , das Kündigungsschreiben verschickt?
Ich kann geregeltes Einkommen durch die Schule nachweisen, ebenso die konstante Schülerzahl. Was kann ich tun, um die Kündigung auf zu halten , oder ab zu mildern?

Für einen kompetenten rechtlichen Rat wäre ich sehr dankbar.

08.04.2014 | 03:08

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Das Problem ist, dass es im Gewerbemietrecht keine Härtefallberücksichtigung gibt, das gibt es nur im Wohnraummietrecht.

Nein, eine Kündigung ohne Vollmacht ist unwirksam. Sie sollten daher die Hausverwaltung auffordern, die Vollmacht umgehend vorzulegen.

Davon abgesehen können Sie die Kündigung nur auf dem Vollmachtswege verhindern oder abmildern. Eine rechtliche Abwehrmaßnahme gibt es leider nicht, egal wie pünktlich Sie bisher Ihre Miete gezahlt haben.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Rückfrage vom Fragesteller 08.04.2014 | 23:37


Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich verstehe Ihre Formulierung : " Nein, eine Kündigung ohne Vollmacht ist unwirksam. Sie sollten daher die Hausverwaltung auffordern, die Vollmacht umgehend vorzulegen. Davon abgesehen können Sie die Kündigung nur auf dem Vollmachtswege verhindern oder abmildern." , nicht. Müsste es nicht heißen : Ja, eine Kündigung ohne Vollmacht ist unwirksam...". Und wieso dann die Hausverwaltung schlau machen und darauf hinweisen, dass diese Vollmacht umgehend vorzulegen ist. Ist es nicht besser, den Hausverwalter davon bis zum Ende der Frist in Unkenntnis zu lassen und dann erst daruf hinzuweisen? Dann würde ich nämlich ein ganzes Jahr gewinnen.

mit bestem Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.04.2014 | 00:03

Sehr geehrter Ratsuchende,

die "Nein-"Formulierung war eine direkte Antwort auf Ihre Frage "Ist es statthaft, dass der Hausverwalter ohne schriftliche Vollmacht der Vermieterin , das Kündigungsschreiben verschickt?".

Vollständig würde die Antwort daher so lauten:
"Nein, es ist nicht statthaft, ohne schriftliche Vollmacht zu kündigen, eine Kündigung ohne Vollmacht ist unwirksam." Schließlich hatten Sie nach der Statthaftigkeit der Kündigung ohne schriftliche Vollmacht gefragt, nicht nach der Unwirksamkeit der Kündigung.

Der Knackpunkt bei der Vollmacht ist § 174 BGB . Danach ist die Kündigung nur unwirksam, wenn Sie die umgehende Vorlegung der Vollmacht fordern.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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