Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.015
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fristgerechte Kündigung ging per Einschreiben verloren, Übergabe erfolgte trotzdem


| 29.08.2005 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Im März kündigte ich fristgerecht per Einschreiben (Einwurf) meine Mietswohnung zum 01.07.2005. Das Einschreiben ging auf dem Postweg verloren. Die Post haftet mit 20 €, da Nachforschungsantrag erfolglos blieb. Die Vermieterin machte trotzdem am 30.06. die Wohnungsübergabe und nahm auch die Wohnungsschlüssel zurück, konnte aber erst wieder am 01.08. vermieten. Da ich als Mieterin dafür sorgen muss, daß die Kündigung fristgerecht zum Vermieter kommt und dies nicht geschah, bin ich eigentlich haftbar, daß weiß ich. Jedoch nahm sie die Schlüßel und unterschrieb das Übergabeprotokoll und ich hatte keinen Zugang mehr zur Wohnung. Muss ich für den einen Monat zahlen?
Sehr geehrter Ratsuchender,

die schriftliche Kündigung muss zur Wirksamkeit zugehen; wie dieses geschieht, ist dabei (fast) egal. Und nach Ihrer Schilderung muss die Kündigung -wie auch immer- hier der Vermieterin zugegangen sein, da anders nicht nachvollziehbar ist, warum es zu einer vorbehaltlosen Wohnungsübergabe gekommen sein sollte.

Da auch Übergabe, Protokoll und Schlüsselübergabe hier erfolgt sind, werden Sie ab diesem Zeitpunkt keine Miete mehr zahlen müssen (ähnich auch OLG Düsseldorf ZMR 87, 215; LG Mannheim WM 76, 13), wobei es keine Rolle spielt, dass die Wohnung erst zum 01.08.2005 wieder vermietet werden konnte.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 29.08.2005 | 15:53

Die Vermieterin erfuhr erst von der Kündigung, als ich sie 2 Tage vor der Übergabe anrief um einen Termin zu machen. Sie kam zur Übergabe, sucht aber jetzt den Schuldigen und meinte für den Verlust soll ich aufkommen und die Post verklagen. Das kann ich aber nicht, weil die Post nur mit 20 € haftet.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.08.2005 | 15:57

Gleichwohl hat die Vermieterin vorbehaltlos die Wohnung zurückgenommen und dadurch die Kündigung auch zu diesem Termin akzeptiert.

Wenn die Vermietern meint, die Post erfolgreich verklagen zu können, treten Sie doch einfach Ansprüche gegen die Post an die Vermietern ab und dieses soll ihr Glück versuchen.

NICHT ZAHLEN!

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die Auskunft! Es hat mir sehr weitergeholfen. "