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Fristgerechte Kündigung durch AG in Probezeit, Krankheit


| 09.12.2012 14:41 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,

zu folgender Situation brauche ich bitte einen Rat.

Dem AN, unbefristet angestellt in einem Betrieb mit weniger als 10 Angestellten, ist während der Probezeit (6 Monate) nun nach 5 Wochen während einer Krankschreibung fristgerecht (2 Wochen) gekündigt worden (Aussage AG: Krankheit in Probezeit=Kündigung)

Der AN ist noch krankgeschrieben und muss dann ab Mittwoch wieder zur Arbeit, bis zum offiziell letzten Arbeitstag ( Ende der Kündigungsfrist)

Wenn jetzt aber der AN noch nicht wieder vollf it und gesund ist, dann zum Arzt geht,

1) kann der AG dann die Kündigung in fristlos ändern?(wenn der AN ausdrücklich sich auch bereit erklärt während der Krankschreibung auch von zuhause aus arbeiten zu können)

2) sollte der AN wieder fit sein, dann für die verbleibenden Tage noch zur Arbeit gehen, aber dann aufgrund der gekündigten Situation auch Bewerbungstermine haben, muss der AG hier frei geben ohne Anrechnung von Urlaubstagen unterLohnfortzahlung bis Ende des Angestelltenverh.?


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1) kann der AG dann die Kündigung in fristlos ändern?(wenn der AN ausdrücklich sich auch bereit erklärt während der Krankschreibung auch von zuhause aus arbeiten zu können)

Nein. Eine fristlose Kündigung ist nach § 626 BGB nur aus wichtigem Grund möglich. Ein solcher Grund liegt nur dann vor, wenn dem Arbeitgeber unter Berücksichtigung der beiderseitigen Interessen eine Weiterbeschäftigung bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist nicht mehr zumutbar ist. Die Arbeitsunfähigkeit allein stellt keinen solchen wichtigen Grund dar, insbesondere, da die Kündigungsfrist hier ohnehin schon recht kurz ist.

2) sollte der AN wieder fit sein, dann für die verbleibenden Tage noch zur Arbeit gehen, aber dann aufgrund der gekündigten Situation auch Bewerbungstermine haben, muss der AG hier frei geben ohne Anrechnung von Urlaubstagen unter Lohnfortzahlung bis Ende des Angestelltenverh.?

Ja, der Arbeitgeber muss Sie hierfür freistellen. Allerdings dürfen Sie nicht eigenmächtig der Arbeit fern bleiben, sondern müssen vorher die Freistellung beantragen.

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Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion. Wenn Sie eine weitere Vertretung über die hier erteilte Erstberatung hinaus wünschen, bitte ich Sie, mich zunächst per E-Mail zu kontaktieren.
Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2012 | 15:14

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Zu Frage 2)
der Arbeitgeber muss den AN zwecks etwaiger Bewerbungsterminen oder Gängen zum Amt freistellen. Wird für diese Zeit der Lohnanspruch ausgesetzt oder zählt diese Zeit voll mit? (ohne Urlaub gegen zu rechnen)

Was ist wenn der AG hier sich weigert den AN für einen Termin freizustellen?

Herzlichen Dank für Ihr Feedback.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2012 | 15:19

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Meine Antwort war evtl. etwas kurz. Sie sollte selbstverständlich aussagen, dass für die Zeit auch der Lohn bezahlt werden muss und Urlaubsansprüche nicht verrechnet werden dürfen.

Sollte sich Ihr AG querstellen, weisen Sie ihn auf die bestehende Rechtslage hin. Eine ausdrückliche Genehmigung zur Freistellung durch den AG ist übrigens nicht erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 09.12.2012 | 15:22


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