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Fristen im Garantiefall

02.05.2014 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Ich kaufe im März 2010 eine Uhr mit Garantieschein (2 Jahre Gültigkeit).

Im Januar 2012 (also innerhalb des Garantiezeitraums) weist diese Uhr ohne mein Verschulden einen Defekt auf.

Ebenfalls im Januar 2012 (immer noch im Garantiezeitraum) schicke ich die Uhr an den Hersteller, um die Garantie in Anspruch zu nehmen.

Am 03.02.2012 lehnt der Hersteller die Garantieleistung (Durchführung der Reparatur) ab mit dem Grund, es sei ein Fremdeingriff vorgenommen worden, was jedoch nicht der Fall war. Nach ein paar Tagen Diskussion mit dem Hersteller hat dieser die Sache am 06.02.2012 für erledigt erklärt und mir die Uhr ungemacht zurückgeschickt.

Ausgehend von der Annahme, dass auch keine anderen Gründe zum Erlöschen eines Anspruchs geführt haben, wann hätte ich in welcher Form aktiv werden müssen, und wie stehen meine Chancen jetzt, im Mai 2014, um meinen Anspruch noch irgendwie geltend zu machen?
02.05.2014 | 18:57

Antwort

von


(266)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Sie haben eigentlich alles korrekt gemacht. Sie haben den defekten Artikel innerhalb der Garantiezeit eingeschickt und um Reparatur gebeten.

Der Umstand, dass die Garantie zwischenzeitlich abgelaufen ist, ist rechtlich gesehen irrelevant. Entscheidend ist, dass der Mangel, auf den Sie sich aufgrund der Garantie berufen, innerhalb der Garantiezeit aufgetreten ist und Sie diesen Mangel innerhalb der Garantiezeit auch angezeigt haben. Dies ist aber nach Ihrer Schilderung eindeutig geschehen.

Rein praktisch kann sich nun das Problem ergeben, dass der Hersteller versuchen wird, die Garantie wegen des Zeitablaufs zurückzuweisen. Dann sollten Sie mit dem Verweis auf den bisherigen Schriftverkehr, aus dem sich ergibt, dass Sie bereits innerhalb der Garantiezeit den Mangel angezeigt haben, noch einmal eindringlich dazu auffordern, die Reparatur nun endlich vorzunehmen.

Unabhängig von der Garantie haben Sie möglicherweise einen Anspruch aus dem gesetzlichen Gewährleistungsrecht. Hier ergibt sich jedoch die Problematik, dass Sie beweisen müssten, dass der Sachmangel bereits bei Übergabe der Kaufsache an Sie vorgelegen hat. Dies dürfte nach erster Einschätzung schwierig sein, so dass es günstiger sein dürfte, sich auf die vertraglich vereinbarte Garantie zu berufen, so wie Sie es bereits getan haben.

Im Ergebnis sollten Sie also darauf bestehen, dass die Reparatur entsprechend den Garantiebedingungen vorgenommen wird.

Ich hoffe, Ihre Frage in Ihrem Sinne beantwortet zu haben und wünsche Ihnen alles Gute in dieser Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 06.05.2014 | 09:34

Hallo Herr Zimmlinghaus,

vielen Dank für die Antwort.

Was aber, wenn sich der Hersteller weiterhin weigert? Müsste ich dann auf die Durchführung der Reparatur klagen? Uns wie sähen meine Chancen in dem Fall aus? Habe ich per "heute" noch einen rechtlich begründeten Anspruch aud die Übernahme der Garantieleistung?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.05.2014 | 09:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ich gehe nicht davon aus, dass der Garantieanspruch verjährt ist. Dieser ist nach Ihrer Angabe im Januar 2012 entstanden. Es gilt die regelmäßige Verjährungsfrist, die am 31.12.2015 enden würde.

Das Problem an der Sache könnte allerdings sein, dass Sie im Streitfall beweisen müssten, dass der Defekt, auf den Sie sich berufen, derselbe Defekt ist, den Sie damals bei dem Versuch der Inanspruchnahme der Garantie reklamierten. Dies dürfte aufgrund der inzwischen vergangenen Zeit in der Tat schwierig sein. Sofern dies jedoch anhand stichhaltiger Dokumente belegt ist, sehe ich hier keine Verjährung.

Wenn Sie nun weitergehen wollen, so müssten Sie in der Tat Klage vor dem örtlich zuständigen Gericht erheben. In diesem Fall rate ich Ihnen jedoch dazu, vor Ort anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage in Ihrem Sinne beantwortet zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg in dieser Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
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