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Fristen für Auzahlung des Erbanteils?


19.11.2011 11:15 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag,
Nach meinem Opa väterlicherseits ist jetzt nach längerer Zeit auch die Oma verstorben. Sie hatten zwei Kinder- Sohn und Tochter.
Da mein Vater nicht mehr lebt, treten an seiner Stelle meine Schwester und ich als Erben ein gegenüber Ihrer Tochter (sprich unserer Tante). Am 04.10.2011 wurde ein Erbschein ausgestellt, auf dem wir drei alle als Erben festgesetzt sind. Seit dem habe ich nichts mehr von meiner Tante gehört. Gibt es eine Frist, bis wann das Erbe ausgezahlt werden muß? Kann ein Erbe hingehalten werden, bis er nicht mehr Anspruch auf sein Anteil hat oder es verwirkt ist?
Es kann sich nur um Bargeld handeln, da beide bis zu letzt im Heim gelebt haben.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Da die Erblasserin mehrere Erben hinterlassen hat, wird der Nachlass gemeinschaftliches Vermögen der Erben. Sie bilden mit den anderen Erben eine Erbengemeinschaft.

Bis zur Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft gelten insoweit die §§ 2030 bis 2041 BGB.

Die Verwaltung des Nachlasses steht den Erben gemeinschaftlich zu. Jeder Miterbe ist den anderen gegenüber verpflichtet, zu Maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsmäßigen Verwaltung erforderlich sind; die zur Erhaltung notwendigen Maßregeln kann jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen.

Jeder Miterbe kann jederzeit die Auseinandersetzung verlangen, soweit sich nicht aus den §§ 2043 bis 2045 BGB ein anderes ergibt.

Zunächst müssten Sie aber wissen, was sich genau im Nachlass befindet.

Grundsätzlich besteht unter den Miterben keine Auskunftspflicht.

Etwas anderes gilt aber dann, wenn ein Miterbe (wie in Ihrem Fall im Hinblick auf Ihre Tante zu vermuten ist) für den Erblasser bestimmte Geschäfte getätigt hat. Dann haben Sie einen Auskunfts- und Rechenschaftspflichtsanspruch aus §§ 666, 681 BGB gegenüber Ihrer Tante. Für den Fall des Bestehens einer Bankvollmacht Ihrer Tante, müsste sie alle Bankunterlagen (Kontoauszüge, Sparbücher) vorlegen.

Sie müssen daher zuerst Ihre Tante unter Fristsetzung auffordern, über den Nachlass Auskunft zu geben.
Wenn eine Reaktion ausbleibt, sollten Sie dann weiter einen Kollegen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


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