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Fristen aus Autoschutzbrief abgelaufen?

05.06.2013 10:01 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


18:16

Zusammenfassung:

Garantie-Schutzbrief bei Autokauf

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Freundin hat am 19.01.2009 einen Ford Ka beim Händler einen Kaufvertrag mit einem zusätzlichen Garantieschutzbrief für das 3. bis 5.Jahr und maximal 100.000km abgeschlossen. Dieser Vertrag wurde auch am 29.01.2009 durch den Händler bestätigt.

In dem Schutzbrief-Vertrag nach Übergabe des Fahrzeugs am 24.03.2009 wurde allerdings die Laufzeit auf 4 Jahre und max. 80.000km geändert. Außerdem wurde ihr damaliger Schwiegervater als Kunde eingetragen. Dieser hat den Vertrag für den Schutzbrief (nicht den Kaufvertrag!) auch unterschrieben. Der Schwiegervater stand zuerst auch im Fahrzeugschein. Die Rechnung wurde ebenfalls an ihn gerichtet. Bezahlt hat das Auto allerdings meine Freundin per Darlehensvertrag. Die Rechnungssumme entspricht auch genau dem im Kaufvertrag vereinbarten.

Laut Händler ist deswegen der Schutzbrief am 24.03.2013 geendet.

Leider haben wir mittlerweile einen deutlichen Schaden am Auto, der durch Materialfehler hervorgerufen wurde. Der sogenannte Vorwiderstand für die Lüftung hat sich gelöst ("aboxidiert" laut Gutachter) und den Kühler zerstört. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 1.000€.

Meine Frage ist, ob der Fordhändler nicht dazu verpflichtet ist die Reparatur vorzunehmen, weil ein Garantieschutzbrief auch für das 5.Jahr im Kaufvertrag vereinbart wurde?
Wir haben den Wagen erst vor 8 Wochen aus dem Leasingvertrag übernommen. Ist der Händler dabei vielleicht auch verpflichtet eine Gebrauchtwagengarantie zu geben?

Vielen Dank für ihre Mühen


Einsatz editiert am 05.06.2013 10:08:17

Eingrenzung vom Fragesteller
05.06.2013 | 10:05
05.06.2013 | 10:29

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Soweit im Kaufvertrag definitiv (als zuerst vorliegende Willenserklärung seitens der Verkäuferseite) die 5-Jahres-Garantie angegeben ist, ist diese nach meiner ersten Meinung allein maßgeblich, so dass ein Anspruch auf diese Garantie besteht.

Übernimmt der Verkäufer eine Garantie, bildet diese in aller Regel einen Teil des Kaufvertrags und kommt gleichzeitig mit diesem zustande.

Anders liegt es dagegen mit Garantien von Dritten, insbesondere des Herstellers. Diese bedürfen einer gesonderten Vereinbarung zwischen dem Garantiegeber und dem Käufer.

Wenn hier aber dieses schon derart schriftlich im Kaufvertrag festgehalten, gilt dieses, zumal es dann auch entscheidend ist, dass ihr damaliger Schwiegervater den Schutzbrief unterschrieben hat, er aber nicht Käufer war.

Alles andere würde gegen das Verbot des widersprüchlichen Verhaltens insbesondere verstoßen.

Sie sollte die Sache demnach weiterverfolgen, notfalls über einen Anwalt, dessen Kosten mit geltend gemacht werden könnten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 05.06.2013 | 11:08

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

vielen Dank für die zügige Bearbeitung.
Ich bin in Kontakt mit dem Händler. Der gibt jetzt zu, dass er einen "Fehler" in der Auftragsbestätigung gemacht hat. Im Kaufvertrag wären die 5 Jahre als "X" nicht angekreuzt, sondern durchgestrichen worden und deswegen zählten die 4 Jahre.

Im Vertrag sei dies ja auch korrigiert gewesen. Außerdem existiere noch ein Kaufvertrag mit dem Schwiegervater.

Ist dieser Kaufvertrag dann auch wirksam oder kann er den anderen ersetzen? Der Darlehensvertrag ist definitiv nur einmal, und dass mit meiner Freundin, geschlossen worden ;-).

Ich wünsche Ihnen ebenfalls noch einen schönen Tag

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.06.2013 | 18:16

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Wenn in der zu aller erst erfolgten Auftragsbestätigung dieses so angegeben wurde - 5 Jahre -, dann gilt dieses durchaus.

Wenn im Kaufvertrag dieses durchgestrichen war und es derart unterzeichnet wurde, gibt es jedoch ein Problem, denn dann wird man sich leider darauf nicht berufen können, wenn man dieses so gesehen und unterzeichnet hat.

Spätere Änderungen wären natürlich irrelevant, genau wie ein späterer Kaufvertrag über den gleichen Pkw.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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