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Frist für Anmeldung eines Pflichtteilsanspruches?

08.01.2008 12:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Ich bin uneheliches Kind. Mein leiblicher Vater, der Erblasser, ist am 10.10.2007 verstorben. Er hat ein notarielles Testament zu Lebzeiten vorbereitet. In diesem hat er seine Ehefrau zur Alleinerbin eingesetzt. Er hat außerdem im Testament gesagt, dass er keine Abkömmlinge hat, also auch meine Abstammung von ihm geleugnet. Sein Ehefrau hat jedenfalls erst durch einen Brief von mir davon erfahren, dass der Erblasser mein leiblicher Vater ist und ich Pflichtteilsansprüche geltend machen will. Das Testament wurde am 30.10.07 vom Rechtspfleger beim Nachlassgericht geöffnet.Vom Testament habe ich eine Kopie durch Bekannte des Erblasser erhalten.
Mein Bekannter sagte mir, ich müsse iregendwelche Anträge bis zum 10.01.2008, also bis drei Monate nach dem Tod des Erblassers stellen, sonst verfällt mein Anspruch auf den Pflichtteil.Mich interessiert nur:Gibt es eine solche Frist für mich?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Der Pflichtteilsanspruch verjährt in drei Jahren von dem Zeitpunkt an, in welchem der Berechtigte von dem Eintritt des Erbfalls und der ihn beeinträchtigenden Verfügung Kenntnis erlangt. Die Frist beginnt also erst ab dem Zeitpunkt, in dem Sie wußten, dass Ihr Vater verstorben ist und Sie durch das notarielle Testament enterbt hat.

Eine Drei-Monatsfrist gibt es im Zusammenhang mit Pflichtteilsansprüchen nicht. Eine derartige Frist ist im Erbrecht u.a. für Nachlassverbindlichkeiten und bei der Fortführung von einzelkaufmännischen Unternehmen beachtlich; dies betrifft Ihren Fall nicht.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben.

Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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