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Frist Zwischenzeugnis

| 19.02.2014 15:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


08:48
Sehr geehrte Damen und Herren,

seit über 20 Jahren arbeite ich in einer bayerischen Sparkasse, seit fast 8 Jahren in meiner aktuellen Abteilung.

Mein damaliger Gruppenleiter hat zum 31.12.2013 unser Haus verlassen. Unsere Gruppe hat ca. Oktober/November 2013 ein qualifizierendes Zwischenzeugnis angefordert.

Mitte November 2013 erlitt ich einen Burnout und bin jetzt seit dem 10.02. in der Wiedereingliederungsphase (bis 24.03.).

Meine Kollegen haben das Zwischenzeugnis zur Begutachtung erhalten, jedoch bis heute kein offizielles unterschriebenes Zeugnis. Ich persönlich habe noch gar nichts erhalten.

Kann ich meinem Arbeitgeber irgendeine Frist setzen, ggf. auch über das Arbeitsgericht oder muss ich, wenn mein Arbeitgeber keine Lust hat, u.U. mehrere Monate warten?

mfg
Max Mustermann


-- Einsatz geändert am 19.02.2014 15:13:04
19.02.2014 | 15:48

Antwort

von


(734)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Anspruch auf Erteilung eines Zwischenzeugnisses steht Ihnen zu
Das Ausscheiden eines langjährigen Vorgesetzen ist als trifftiger Grund für eine Anspruch auf ein Zwischenzeugnis in der arbeitrechtlichen Rechtssprechnung anerkannt ( Urteil BAG v. 01.10.98 - 6 AZR 176/97 -)

Das Gesetz nennt keine ausdrückliche Frist, binnen derer das Zeugnis vorliegen muss. Es muss daher zumindest binnen angemessener Frist erteilt werden. Da das Zeugnis bereits im Okt./ Nov. 2013 angefordert worden ist, hätte dieses bereits vorliegen müssen. Ein weiteres Zuwarten ist nicht erforderlich.

Sie sollten Ihren Arbeitgeber nochmals höflich aber bestimmt auffordern, das erbetene Zwischenzeugnis auszustellen und dabei eine Frist von 14 Tagen setzen. Verstreicht diese Frist, können Sie einen entsprechenen Antrag an das Arbeitsgericht stellen. Dabei sollten Sie dann anwaltliche Unterstützung in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 20.02.2014 | 06:18

Vielen Dank für die sehr schnelle und verständliche Antwort.

Ist mit dem Zeugnis das "endgültige" Zeugnis oder auch nur das vorläufige Zeugnis gemeint?

Meine Kollegen haben schon im Januar ihr vorläufiges Zeugnis mit Korrekturmöglichkeiten bekommen, jedoch wird es jetzt nicht fertig erstellt ;(

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.02.2014 | 08:48

Mit dem Zeugnis ist das endgüültige Zwischenzeugnis gemeint, da es einen Anspruch auf vorherige Übersendung eines Zeugnisentwurfes nicht gibt. Dies stellt ein freiwilliges Entgegenkommen des Arbeitgeber dar.

Fordern Sie einfach zur Vorlage eines Zwischenzeugnisses auf. Dann wird der Arbeitgeber Ihnen voraussichtlich- wie bei den anderen Mitarbeitern- vorab einen Entwurf vorlegen.

Bewertung des Fragestellers 19.02.2014 | 16:00

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