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Freunding, gemeinsame Wohnung und Arbeitsamt


19.11.2006 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo

Ich lebe mit meiner Freundin in einem Haushalt zusammen. Leider ist sie seit längerer Zeit arbeitslos und hat dementsprechend einen Hartz Antrag gestellt.

Nun stellen sich mir ein paar einfach Fragen:

Bei Nachforschung im Internet habe ich nichts zum Thema eheähnliche Lebensgemeinschaften und Lohnsteuerklassen gefunden. Wie sieht das aus? Kann ich irgendwie eine niedrigere Lohnsteuerklasse beantragen da wir schon seit langem zusammenwohnen?

Wenn das obige nicht möglich ist, warum wird mein gehalt angerechnet, ich also für 2 Personen bezahlen muss, jedoch keinerlei finanzielle Vergünstigungen habe, und wie kann ich das umgehen?

-- Einsatz geändert am 19.11.2006 16:17:05
19.11.2006 | 17:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

ein Wechsel in eine günstigere Steuerklasse ist grds nur dann möglich, wenn Sie verheiratet sind. Ansonsten sind steuerliche Freibeträge nur dann vorgesehen, wenn Sie Kinder haben.
Anders ist es leider im Sozialrecht. Dort bilden Sie, zusammen mit Ihrer Lebensgefährtin, eine sog. Bedarfsgemeinschaft. D.h. der ALGII Empfänger muss sich das Einkommen des anderen für die Bemessung seines ALG II- Anspruchs anrechnen lassen, weil er mit dem anderen zusammen wohnt und unterstützt wird.

Dieser Anrechnung können Sie im Grunde nur dadurch entgehen, indem Sie in verschiedene Wohnungen ziehen und sich nicht mehr finanziell unterstützen. In diesem Fall bilden Sie dann auch keine Bedarfsgemeinschaft mehr.

Hier sind das Steuerrecht und das Sozialrecht leider widersprüchlich. Dies ist aber in vielen Fällen der Fall.
Steuerliche Vorteile können Sie sich also am besten dadurch sichern, in dem Sie heiraten ( Ehegattensplitting).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiter helfen

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2006 | 17:29

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Gibt es den die Möglichkeit im Lohnsteuerjahresausgleich diese "besondere" Belastung geltend zu machen?


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2006 | 10:01

Sehr geehrter Rechtssuchender,

ich vermute, dass Sie die Kosten für eine Zweitwohnung ansprechen.Hier steht also in Frage, ob Sie die Kosten für eine sog. Doppelte Haushaltsführung geltend machen können. Grundsätzlich können auch Partner und Ledige die Kosten einer Doppelten Haushaltsführung geltend machen. Die ist immer dann der Fall, wenn Sie außerhalb Ihres Wohnortes einen Zweitwohnsitz am Ort Ihrer Arbeitsstätte begründen und dort auch übernachten.
Wichtig dabei ist also, dass der Zweitwohnsitz aus beruflichen Gründen gewählt wurde.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

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