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Freundin wohnt in meinem Haus - Miete steuerpflichtig?


| 23.12.2010 18:34 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban



Ich baue gerade ein freistehendes Einfamilienhaus und plane, dort mit meiner Freundin einzuziehen. Das gesamte Bauvorhaben wurde von mir geplant, es ist mein Grundstück, ich alleine bestreite die Hausfinanzierung, alles läuft ausschließlich auf meinen Namen. Ich werde dadurch später monatliche Belastungen in Höhe von ca. 2.100 € haben (1.800€ Zins&Tilgung, 300 € Nebenkosten).

Das Haus wird von uns beiden gemeinsam als Lebens- und Haushaltsgemeinschaft bewohnt, allerdings wird jeder auch ein eigenes Zimmer erhalten. Das Refugium meiner Freundin mißt 18 qm, das gesamte Haus hat eine Wohnfläche von 130 qm.

Bereits in unserem jetzigen gemeinsam angemieteten Haus beteiligt sie sich zu einem geringeren Teil an der monatlichen Miete. Ich hatte mir vorgestellt, dass sie diese monatlichen Zahlungen über ca. 600 € auch in Zukunft beibehalten wird. Allerdings habe ich dann die Befürchtung, dass ich offziell zum Vermieter werde und diese Miete dann zu versteuern habe. Bei meinem persönlichen Steuersatz ginge dann knapp die Hälfte an das Finanzamt - was keinen Sinn macht. Ich habe auch schon über eine andere Kostenverteilung nachgedacht (Ich: Haus - Sie: Haushalt o.ä.), über Miete als Barzahlung usw. Aber eigentlich möchte ich ihr zur Absicherung einen regulären Mietvertrag anbieten und die besagte Miete als monatliche Überweisung erhalten. Vielleicht kann man ja meine Belastungen steuerlich gegenrechnen oder es fallen dem Steuerprofi bessere Lösungen ein.

1. Wie ist die Rechtslage? Bitte geben Sie ggf. Rechtsquellen (Gesetze, Verordnungen, Urteile, FA-Rundschreiben o.ä.) mit an.

2. Was würden Sie mir als betriebswirtschaftlich sinnvolle und rechtlich einwandfreie Vorgehensweise empfehlen?
Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser Plattform.

Wenn Sie mit Ihrer Freundin zusammenleben und gemeinsam wirtschaften, dann wird eine Gestaltung in der Weise, dass Sie Ihr einen Teil des Hauses vermieten und daraus eventuell Verluste aus Vermietung geltend machen, steuerlich nicht anerkannt. Sie würden ihr keine abgeschlossene Wohnung sondern nur einen Raum vermieten, der ohne die Nutzungsmöglichkeit der übrigen Wohnung nicht bewohnbar wäre. Wenn Ihre Freundin sich an den gemeinsamen Kosten oder auch nur an Ihren Kosten für das Haus an sich beteiligt, ist das kein Entgelt für eine Nutzungsüberlassung. Sie müssen dann auch nichts versteuern, es ist reine Privatsache. Der Grund für die Nutzungsüberlassung liegt in der gemeinsmen Lebensführung, nicht darin, dass Sie damit langfristig Geld verdienen wollen. Nur bei einer Überschusserzielungsabsicht würden hier steuerrechtliche Tatbestände ($ 21 EStG) erfüllt sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, für eine Nachfrage stehe ich gerne zur Verfügung,

mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin
Bewertung des Fragestellers 24.12.2010 | 13:30


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