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Freundin nutzte mein Konto. Nun fordert Sie nach 2 Jahren bereits gezahltes nochmals. Was tun?

04.11.2013 22:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Mithaftung des Ehepartners für Forderung gegen einen Ehegatten

Mein Fall:

Eine gemeinsame Freundin meiner Noch-Frau und mir hat durch die Kfw-Bankengruppe ein Darlehen gewährt bekommen. Sie bat uns die Beträge auf das Konto meiner Noch-Frau auszahlen zu lassen. Grund hierfür waren Probleme ihrerseits mit Gläubigern, außerdem wollte Sie das Ihr verschwenderischer Ehemann nichts von dem Geld erfährt.
Folgende Zahlungen gingen auf das Konto meiner Partnerin ein:
Juni 2010 - ca. 7000 EURO
Juli 2010 - Juni 2011 monatlich ca. 900 EURO
Insgesamt ca. 17800 EURO

Meine Frau hat dieser Freundin monatlich ca. 600 Euro überwiesen. Die Restbeträge von ca. 300 EURO monatlich wurden Ihr immer bei Bedarf in bar zur Verfügung gestellt.
Seit Juli 2011 hat meine Noch-Frau keine Zahlungen mehr für Sie empfangen.

Da diese Freundin nicht nur die Zahlungseingänge verschleiern wollte, sondern auch die Rückzahlung des Darlehens, bat sie meine Noch-Frau auch um eine Einzugsermächtigung für die Kfw. Diese füllte ICH Ihr aus da ich eine Vollmacht habe. Ich gab das Konto meiner Frau an und unterschrieb das Formular mit dem Datum 18.5.2015. Dies ist ihr Tilgungsbeginn. Sie wollte meiner Frau die Abbuchungen durch die Kfw in bar ausgleichen. Wir dachten uns nichts dabei, da diese Ermächtigung ja widerrufbar sei falls es Probleme gibt.

Die Freundschaft ging auseinander.
Letzte Woche erhielt ich von dem Anwalt dieser Freundin ein Schreiben. Sie möchte nun von mir ca. 5700 Euro haben. D.h. sie macht alle nicht belegbaren Zahlungen an sie ein zweites mal geltend. Ihr Anwalt schreibt das ich angeblich diese Summe für die Freundin angelegt hätte und Ihr als "Sicherheit" dafür die Einzugsermächtigung Anfang dieses Jahres ausgehändigt hätte. Das entspricht alles nicht der Wahrheit.

Es existieren keinerlei Schriftstücke und auch keine Nachweise über die geleisteten Barzahlungen.

Ist diese Freundin mit ihrer Forderung im Recht und inwiefern bin ich dafür haftbar? Ist es bereits verjährt?
Die Zahlungen gingen alle an meine Noch-Frau, es war Ihr alleiniges Konto. Lediglich die Einzugsermächtigung für die Kfw habe ich als Kontobevollmächtigter aus Zeitgründen unterschrieben.

Vielen Dank für Ihre Antwort!







Einsatz editiert am 04.11.2013 22:35:47

04.11.2013 | 22:59

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
Da die Ex-Freundin Ihrer Noch-Frau etwas beansprucht, ist erstere dafür zunächst darlegungs- und beweislastet.

Auch wenn es hier Nachweise schriftlicher Art gibt, könnten Sie zumindest als "Zeuge vom Hörensagen" von Ihrer Noch-Frau genannt werden, was den Sachzusammenhang und wahren Sachverhalt angeht.

Ansonsten droht Ihnen aber in aller Regel nichts, insbesondere wenn Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben:

Denn ein Ehepartner einer Zugewinngemeinschaft haftet nicht ohne weiteres für die (hier vermeintlichen) Schulden des anderen. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob die Schulden vor oder erst während der Ehe entstanden sind, wie dies vorliegend der Fall ist.

Gemeinsam haben Sie ja keine (vermeintlichen) Schulden aufgenommen und zudem hatten Sie eine ordnungsgemäße Vollmacht/Vertretungsmacht, was ich hier unterstelle. Zudem handelte es sich um das alleinige Konto Ihrer Noch-Frau

2.
Ihre Noch-Frau sollte nicht nur die Forderung bestreiten, sondern in der Tat sicherheitshalber Verjährung einwenden (regelmäßige Verjährungsfrist drei Jahre).

Das Problem, welches sich hier stellen kann, ist allerdings folgendes:

Das es sich um eine angebliche Forderung in Höhe von über 5000 € handelt, würde im Fall eines gerichtlichen Verfahrens die Sache zwingend vor dem Landgericht verhandelt werden, wo Anwaltszwang existiert.

Das heißt, beide Parteien, Ihre Noch-Frau und die Exfreundin müssen sich einen Anwalt nehmen, unwirksam das Klageverfahren führen zu können.

Klageerhebung und- begründung sowie die Klageerwiderung und alle weiteren Schriftsätze und prozessualen Erklärungen müssen zwingend von einem Anwalt jeweils vorgenommen werden, um wirksam zu sein.

Droht also konkret ein Gerichtsverfahren, würde ich vorsorglich einen Anwalt einschalten, auch um "Waffengleichheit" herzustellen.

3.
Für Ihre Noch-Frau kann sich außerdem das Problem stellen, dass Sie die Erfüllung der Forderungen darlegen und beweisen müsste, dass diese also erloschen sind.

Dieses hat jedoch erst dann zu erfolgen, wenn die Gegenseite beweisen kann, dass eine Forderung (noch) besteht.

Dieses nur der Vollständigkeit halber.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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