Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Freundin in neuen Mietvertrag mit aufnehmen?


12.12.2006 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



- Meine Freundin und ich haben ein zusammen ein Mietshaus gefunden, das wir zusammen bewohnen wollen. -

Hauptfrage vorweg:

Soll bzw. muss ich sie in den Mietvertag mit aufnehmen?


Hintergründe:

Ich wohne und arbeite in Stadt A und mache momentan noch Heimfahrten in meinen ürsprünglichen Heimatort Sadt B ("Lebensmittelpunkt") steuerlich geltend. U.a. eine offizielle Begründung für den Lebensmittelpunkt in Stadt B ist, dass meine Freundin dort lebt. Belegen musste ich das bisher nicht. Der offizielle Hauptgrund ist aber die Pflege der Eltern.

Ich haben den Steuertip erhalten, dass es Sinn machen würde, den Mietvertrag alleine zu unterschreiben, weil ich dann nicht explizit offenlegen würde, dass ich mit meiner Freundin zusammen an meinem Arbeitsort Stadt A wohne.

Bzgl. der der ganzen hier genannten Rechtsgeschichten im Falle der Trennung favorisiere ich ebenfalls einen alleinigen Vertrag auf mich. Meine Freundin überweist mir dann trotzdem freiwillig einen Mietanteil.


Nebenfragen:

Sie muss sich ja aber trotzdem am unserem neuen gemeinsam Wohnort anmelden, da sie Ihre alte Wohnung (andere Stadt) aufgibt. Muss Sie dafür im Mietvertrag als Mieterin stehen? Entstehen Ihr Probleme, wenn sie nicht mit aufgeführt ist?

Kann bzw. wird der Vermieter darauf bestehen, dass sie im Mietvertrag steht? Oder reicht es aus, wenn ich die Wohnung "alleine" miete und mir der Mieter eine mündliche Zustimmung gibt oder eine extra Zustimmungsdokument aufsetzt?


Für die kurzfristige Beantwortung meiner Fragen und für ein paar weiterführende Tips zur Sache wäre ich sehr dankbar!
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Zuerst möchte ich einmal anmerken, dass der Kollege durchaus Recht hat mit seiner These.
Aber ich erlaube mir, davon auszugehen, dass es mir unter der Prämisse, dass Sie die Anfrage unter Mietrecht gestellt haben, diese auch diesbezüglich beantworten zu dürfen.
In diesem Zusammenhang wäre Ihr Einsatz auch der Höhe nach angemessen, nicht jedoch bezüglich Ihrer Hintergründe und teilweise Ihrer Nebenfragen.
Diesbezüglich darf ich Sie ersuchen, die Anfrage unter Steuerrecht erneut zu bepreisen.

Die Entscheidung, ob Sie die Freundin mit in den Mietvertrag aufnehmen müssen, obliegt letztendlich dem Vermieter.
Dieser wird wohl darauf bestehen, um zwei Mietvertragsparteien zu erhalten, um seinerseits von Gesamtschuldnerschaft ausgehen zu können.
Dies hat zur Folge, dass der Vermieter seine Forderungen, insbesondere jetzt erst einmal die Grundmiete und die Betriebskostenvorauszahlungen zwar nur einmal fordern zu dürfen, er sich jedoch aussuchen kann, von wem der beiden Mietvertragsparteien.
Somit werden Sie keinen Anspruch auf eine etwaige „Mietteilung“ haben, was in derartigen Konstellationen oft von Mietern vorgetragen wird.
Auch wenn diese eine Zeitlang praktiziert wird, kann der Vermieter umstellen, da ein Gewohnheitsrecht diesbezüglich dem Wesen der Gesamtschuldnerschaft zuwider läuft.
Sollten Sie für die gesamte Miete durch den Vermieter in Anspruch genommen werden, tritt diesbezüglich ein Forderungsübergang vom Vermieter auf Sie ein, um im Wege des so genannten Gesamtschuldnerausgleiches Ihre mitmietende Freundin auf die Hälfte in Anspruch nehmen zu können.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.12.2006 | 16:19

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Für den Fall, dass der Vermieter darauf besteht, beide Mieter vertraglich zu binden, ist mir der Sachverhalt bzgl. der Kosten, Mietteilung, Auswirkungen der Gesamtschuldnerschaft, Forderungsübergang usw. schon einigermaßen transparent gewesen. Das konnten Sie natürlich nicht wissen. Dass durch den Eintrag meiner Freundin im Vertrag mir etwaige steuerliche Nachteile entstehen könnten, ist dann wohl so. Aber das ist - wie sie verständlicherweise angemerkt haben - ein anderes Thema.

Dass es einzig und alleine dem Vermieter unterliegt, ob er beide Parteien eingetragen haben will ist interessant aber auch einleuchtend, da er damit die Möglichkeit hat, beide Mieter vertraglich in die Mietschuld ihm gegenüber zu bringen.

Ob der Vermieter doch auf die Eintragung meiner Freundin verzichtet, liegt dann also in seinem Ermessen, an das ich dann etwas appellieren werde.

Ob meiner Freundin irgendwelche Nachteile durch eine etwaige Nichteintragung im Vertrag entstehen (Einwohnermeldeamt, usw.) weiß ich bis dato immer noch nicht, hoffe aber dass es keine Probleme geben wird.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2006 | 10:14

Sehr geehrte Ratsuchende,

wie Sie treffend bemerken, ist es Ermessenssache des Vermieters,
wen erals Mietpartei haben möchte.
Sie können das Problem dann allenfalls so lösen, dass Ihre Freundin zu Besuch bei Ihnen "wohnt", wobei dann jedoch diesbezüglich eine Anmeldung der Freundin sehr schädlich wäre.
Wenn Ihre Freundin keine zumindest Meldeadresse inne hat, kann dies ggf. zu einer Ordnungswidrigkeit führen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER