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Freundin aus USA will mit Kind nach D ziehen

| 25.07.2014 21:22 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Aufenthalt einer US-Amerikanerin mit Ihrem Kind bei (zukünftigen) deutschen Ehemann in Deutschland

Eigentlich dreht es sich weniger um eine Rechtsberatung, sondern um eine Lebensberatung. Ich bin männlich, 61 Jahre alt und verwitwet. Eine lieb gewonnene US-Amerikanerin (32 Jahre) möchte mit ihrem Sohn ( 10 Jahre ) über den großen Teich für immer zu mir ziehen. Generell ist das in Ordnung mit mir. Welche Barrieren tun sich in Deutschland hierbei auf? Beide sprechen nur Englisch. Geht das ohne Trauschein eine Weile zum Ausprobieren ob es passt? Wenn nicht kann eine standesamtliche Hochzeit dies vereinfachen? Was muss ich dann mit dem Jungen beachten, der ja hier eingeschult werden muss. Kann eine Gütertrennung in Deutschland mich vor Vermögensverlust schützen, wenn es doch nicht passt? Ich traue mir zu, diesen Altersunterschied zu stemmen, will aber auch nichts falsch machen. Kann die Amerikanerin ohne weiteres in Deutschland arbeiten oder gibt es hier auch Sperren? Sie brauchen zunächst keine Paragraphen detailliert zitieren. Mir genügt das Aufzeigen eines Weges mit Möglichkeiten aus ihrem Rechtsverständnis heraus, und wenn das Gesetz dazu etwas sagt, eine kurze Aufklärung.
Vielen Dank


Einsatz editiert am 26.07.2014 21:09:11

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Die Einreise und der Aufenthalt unterliegt nicht allzu großen Voraussetzungen:

Staatsangehörige der Vereinigten Staaten von Amerika können auch für einen Aufenthalt, der kein Kurzaufenthalt ist, visumfrei in das Bundesgebiet einreisen und sich darin aufhalten. Ein erforderlicher Aufenthaltstitel kann im Bundesgebiet eingeholt werden.

Ein erforderlicher Aufenthaltstitel ist innerhalb von drei Monaten nach der Einreise zu beantragen.

Das heißt, auch Sie können mindestens drei Monate mindestens zusammenleben.

Deutschkenntnisse sind dafür nicht erforderlich und können bei einem längeren Aufenthalt in Deutschland erworben werden, sind aber bei US-Amerikanern nicht unbedingt erforderlich, da ein geringerer Integrationsbedarf da besteht, was mit der Ausländerbehörde Ihres Wohnortes abgeklärt werden kann.

2.
Die Heirat kann in Deutschland erfolgen, nach einer visumsfreien Einreise innerhalb von drei Monaten, s. o.

Erfolgt Sie nach deutschem Recht, kann Ihnen in der Tat die notarielle Vereinbarung von Gütertrennung im Rahmen eines Ehevertrages einen Vermögensschutz bieten.

3.
Eine Erwerbstätigkeit ist bei einer Heirat unproblematisch möglich; vorher kann es gewisse Beschränkungen geben - in der Regel aber nicht, da nach der gesetzlichen Regelung gilt:
Für Staatsangehörige der Vereinigten Staaten von Amerika kann die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit zur Ausübung jeder Beschäftigung unabhängig vom Sitz des Arbeitgebers erteilt werden.

4.
Der Sohn kann ganz normal eingeschult werden, es sollte aber vorher - vor einer Einreise - ein Schulplatz abgeklärt werden.

Dem minderjährigen ledigen Kind eines Ausländers ist eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn beide Eltern oder der allein personensorgeberechtigte Elternteil eine Aufenthaltserlaubnis, eine Blaue Karte EU, eine Niederlassungserlaubnis oder eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EU besitzen.

5.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.07.2014 | 11:25

Danke für die strukturierte Antwort. Damit kann ich was anfangen und planen. Auch wenn es nicht zu ihrem Fachgebiet gehört, habe ich noch eine kurze Frage zur Krankenkasse, falls sie dazu etwas sagen können. Bin gesetzlich AOK versichert. Ab Heirat ist es mir klar. Kann für den Aufenthalt hier Mutter und Kind über eine bezahlbare Variante abgesichert werden. Pauschaler Kenntnisstand ohne Details genügt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2014 | 20:05

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank zunächst für Ihre Bewertung.

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Eine Krankenversicherung für Ausländer für einen bestimmten Aufenthalt sollte über Ihre Krankenkasse durchaus möglich sein, zumindest als freiwillige Versicherung.

Ansonsten gibt es aber auch spezielle private Krankenversicherungen für diesen vorübergehenden Zweck bis zur Heirat/Erwerbstätigkeit, was insbesondere im Hinblick auf die Kosten zu vergleichen wäre.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.07.2014 | 11:28

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"Danke, genau darum ging es mir, einen strukturierten Überblick zu haben, weil ich den Gesetzesstress in meinem Fall nicht einschätzen kann."
FRAGESTELLER 27.07.2014 5/5,0