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Freundin 16 Freund 18 übernachten?

06.10.2013 21:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Hallo,

ganz einfach zusammengefasst:

Ich bin 18, Freundin 16, ihr Vater mag mich nicht, kann sie ohne seine Erlaubnis bei mir übernachten/sich temporär aufhalten. Also für ein paar Tage jetzt in den Ferien - Schule und so weiter wird natürlich nicht vernachlässigt.

Bitte um Rechtliche Klarstellung, erlaubt/nicht erlaubt bzw. mit welchen Einschränkungen oder Folgen.

Einsatz editiert am 06.10.2013 21:33:31

06.10.2013 | 23:25

Antwort

von


(123)
Osthofstraße 24
48163 Münster
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145/13
Sehr geehrte Fragestellerin/sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage
Freundin 16 Freund 18 übernachten?

06.10.2013 21:24 | Preis: 55,00 € |
Generelle Themen
beantworte ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

Die Eltern üben das Umgangsbestimmungsrecht gemeinsam aus, wenn ihnen das Sorgerecht gemeinsam zusteht. Sie haben das Recht, den Umgang ihres Kindes mit Dritten zu bestimmen, solange diese minderjährig sind. Das Bestimmungsrecht darf nicht missbräuchlich ausgeübt werden. Bei älteren Kindern wird man die Missbrauchsschranke niedriger ansetzen und triftige und sachliche Gründe für das Umgangsverbot verlangen müssen, weil mit zunehmendem Alter das Selbstbestimmungsrecht des Kindes stärker zu beachten ist(vgl. auch Prütting/Wegen/Weinreich, BGB Kommentar, 8. Auflage 2013, § 1632 BGB, Rn 4).

Es ist z.B. in einem Fall vor dem LG Stuttgart, veröff. in MDR 1964, S. 56 einer 15-jährigen der Umgang mit einem 19 jährign "gerichtlich verboten" worden (bzw. den Eltern Recht gegeben worden, dafür dass sie einen scahlichen Grund hatte, den Umgang auf Grundlage des § 1632 BGB zu untersagen).

Meist gehte es in diesen Fällen um Gefährung ds Kindeswohls.

Dass Sie das Kindeswohl Ihrer Freundin gefährden, nehme ich nicht an.

Ich nehme allerdings auch an, dass die Eltern Ihrer Freundin dieser ja nicht den Umgang mit Ihnen komplett verbieten. Sie verlangen bzw. fordern als Volljähriger allerdings, dass Ihre minderjährige Freundin bei Ihnen mehrere Tage übernachtet. Die Eltern geben damit die Kontrollmöglichkeit über Ihre Tochter völlig aus der Hand, für mehrere Tage und Nächte.

Ohne Erlaubnis ihrer Eltern kann Ihre Freundin zwar bei Ihnen übernachten/sich temporär bei Ihnen aufhalten. IHNEN entstehen dadurch keine Probleme (wenn Sie nicht gegen § 182 Abs.1 StGB verstoßen). Auch Ihre Freundin entstehen prinzipiell keien Probleme. Nur, wenn die Eltern es ihr verbieten und triftige, sachliche und nachvollziehbare Gründe haben, warum sie nicht bei Ihnen übernachten darf, können sie dies auf der Grundlage des § 1632 Abs. 2 BGB tun. Zu beachten wäre als Konsequenz, dass die Eltern, sollte sie sich widersetzen, – mit gerichtlicher Hilfe – Sie dann zur „Herausgabe" der Tochter bzw. Unterlassung, dieser "Unterschlupf" zu gewähren, im Rahmen der Vollstreckung ihres Anspruch auf Ausübung ihres Umgangs- und Aufenthaltsbestimmungsrechts zwingen könnten. Dazu bedürfte es aber erst eines gerichtl. Verfahrens (außer es droht eine Gefahr für die Tochter, wovon hier aber wohl nicht auszugehen ist (s.o.); dann könnte dies evtl. nämlich auch mit polizeil. Hilfe erfolgen). Besser und sicherer ist es daher, Ihre Freundin holt sich die Einwilligung der Eltern.

Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben sowie die Aussagen von Zeugen und die Wertung anderer Beweismittel und weiterer Informationen können möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.
Letztlich weise ich darauf hin, dass der Umfang meiner Beratung ebenfalls durch die zwingenden gesetzlichen Vorgaben des § 4 RVG begrenzt ist.]

Mit freundlichen Grüßen

Aljoscha Winkelmann (Rechtsanwalt)


Ergänzung vom Anwalt 07.10.2013 | 08:03

Die Eltern könnten ihr Umgangs- und Aufenthaltsbestimmungsrecht als Ausfluss der elterl. Sorge ggüb. ihrer Tochter gerichtlich auf der Basis des § 1631 III BGB durchsetzen. Ihnen gegenüber könnte der Unterlassungsanspruch auf § 823 BGB ("sonstiges Recht") iVm § 1004 BGB (analog) gestützt werden.

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