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Freund zieht in mein Haus


25.11.2017 07:16 |
Preis: 60,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Das Haus gehört mir.Ich lebe dort mit meiner 13 Jährigen Tochter.
Das Haus ist 550 000 Euro wert und ich muss noch 390 000 Euro Kredit abzahlen,derzeit 800Euro pro Monat .
Mein Freund ist eingezogen.Er verdient mehr als ich und bezahlt zum Haushaltsgeld derzeit auch manches mehr als ich .
Die Kostenfrage soll aber klarer geregelt werden.
Das Haus hat 170 m2 Wohnraum und wenn es vermietet würde würden 10 Euro /m2 angesetzt.
Er möchte Teile des Kredites z.B.600 Euro über einen auf ihn ausgeschriebenen Bausparvertrag (um niedrige Zinsen zu sichern) bezahlen und dann im Falle der Trennung pro eingezahlten Jahr ein Prozent des Hauspreises bekommen.Er meint er möchte nicht nur Mietzahler sein.
Mir gefällt das nicht und ist irgendwie unberechenbar.
Sein Eingezahltes würde ja letztlich nur Ihm selbst zugutekommen ,das mietartige Wohnen in meinem Haus würde jedenfalls damit nicht bezahlt oder.
Wie ist Ihre Meinung dazu und was kann ich überhaupt an Kosten verlangen bzw wie wird soetwas normalerweise geregelt?
25.11.2017 | 09:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Es gibt hier mehrere Möglichkeiten die Sache anzupacken. Eine Möglichkeit ist sicher, es wie von Ihrem Freund vorgeschlagen zu regeln. Sollten Sie eine solche Möglichkeit in Betracht ziehen, achten Sie darauf Ihn auch an der Zinslast zu beteiligen. 600 € pro Monat entsprechen 7.200 € im Jahr. 1 % des aktuellen Hauswertes (dieser kann sich auch ändern) entsprächen 5.500 €. Der Verlust für Ihren Freund läge somit bei 1.700 € pro Jahr, 141 € pro Monat. Ob Ihr tatsächlicher Schuldendienst so gering ist, kann diesseits nicht beurteilt werden. Der Wertzuwachs (oder besser was Ihnen mehr gehört sind jedenfalls nicht die vollen 7.200 €). Dies sollten Sie bei zukünftigen Regelungen bedenken.

Sie könnten auch einen Privat Darlehensvertrag abschließen und diesen zur Tilgung aussetzen. Dann vereinbaren Sie eine Kündigungsfrist von (beispielsweise) 1 Jahr. Sie hätten dann 1 Jahr Zeit Ihren (dann wahrscheinlich Ex-) Freund auszuzahlen oder mit einer ratenweisen Rückzahlung zu beginnen.

Die für Sie beste Lösung wäre wahrscheinlich ein regulärer Mietvertrag. Bei einem Mietwert von 1.700 € im Monat wären hier 600 € durchaus angemessen. Sie können die Miete ja auch geringer gestalten um die Sache schmackhaft zu machen.

Oder sie kombinieren die beiden genannten Möglichkeiten. Ihr Freund zahlt pro Monat 600 €. Davon sollen 300 € Miete sein, 300 € ein zinsloses Darlehen mit Tilgungsaussetzung und Kündigungsfrist.

Der Vollständigkeit halber will ich noch eine ganz elegante Lösung einbringen, die aber wahrscheinlich etwas abstrus ist: Sie könnten heiraten. Die Zahlungen Ihres Freundes würden sich dann wertsteigernd auf Ihr Haus auswirken. Im Falle einer Scheidung wäre diese Wertsteigerung hälftig auszugleichen.
Diese Möglichkeit können Sie auch über einen Partnerschaftsvertrag erreichen. Sie gehen zu einem Notar, stellen dort den aktuellen Wert des Hauses sowie die Belastungen fest, einigen sich am besten schon auf einen Gutachter dessen Ergebnis sie beide akzeptieren werden. Im Falle der Trennung wäre dann dieser Gutachter zu bestellen. Die Wertsteigerung wäre dann wie im Notarvertrag vereinbart auszugleichen.

Ich habe versucht, Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten zu geben. Meine Empfehlung (und meines Erachtens auch die fairste Lösung) wäre es wenn er seine jetzige Miete voll an Sie zahlt. Darüber hinausgehende Leistungen könnten Sie in einem Darlehensvertrag wie oben geschildert ausgleichen. Es soll ja für beide eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden und nicht alleine eine Partei bevorzugt werden.

Ich hoffe Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption. Sollten Sie weitere Unterstützung benötigen, können Sie mich gerne auch via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2017 | 11:29

Vielen Dank im Vorab!
Frage zum Bausparvertag.
Wenn dieser auf meinen Freund ausgestellt ist dann gehört doch bei einer Trennung rechtlich alles ihn und er hätte keinerlei mietäquivalete Zahlungen geleistet.Auch eine Begünstigung kann ja immer verändert werden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2017 | 12:35

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die Nachfrage.

Ein nicht zur Auszahlung gekommener Bausparvertrag gehört dem Eingetragenen.

Wird das Darlehen (aus dem Bausparvertrag) verwendet um bauliche Maßnahmen zu finanzieren oder einen Hauskredit abzutragen gehört der Mehrwert dem Hauseigentümer. Das heißt ohne Zusatzvereinbarung würden die Zahlungen Ihres Freundes, unabhängig davon woher das Geld kommt, wirtschaftlich Ihnen zugute kommen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Gerne können Sie mich auch via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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