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Fremdsprache am Arbeitsplatz


20.12.2007 15:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich arbeite bereits mehr als 10 Jahre in einem großen deutschen Konzern, der auch international tätig ist. Mein eigenes Arbeitsfeld ist aber in Deutschland. Seit kurzem habe ich einen Abteilungsleiter, der nur Englisch spricht. Muss ich akzeptieren, dass ab sofort die "Amtssprache" englisch ist.
Im Arbeitsvertag, in Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen etc. ist dazu nichts zu finden.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung des Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Leider teile ich Ihnen mit, dass Sie keinen Anspruch darauf haben, das in Ihrem Betrieb deutsch gesprochen wird. Jedoch darf Ihnen grundsätzlich nicht angelastet werden, wenn hierdurch Probleme in der innerbetrieblichen Kommunikation auftreten.

Es ist aber zu prüfen, inwieweit in Ihrer Arbeitsplatzbeschreibung/Stellenbeschreibung Englischkenntnisse gefordert werden. Auf Grund der Tatsache, dass Sie in einem internationalen Unternehmen beschäftigt sind, ist wohl zu vermuten, dass hier Englischkenntnisse vorausgesetzt wurden und werden.

Eine Kündigung wegen fehlender Sprachkenntnisse haben Sie aber wahrscheinlich nicht zu befürchten. Das LAG Mainz hat beispielsweise in seiner Entscheidung zu AZ 5 SA 817/05 eine solche Kündigung für unwirksam erklärt, weil der Arbeitnehmer schon lange ohne entsprechende Vorbehalte beschäftigt wurde und durchaus fortbildungswillig war.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierungshilfe gegeben zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolai F. Zutz
-Rechtsanwalt-
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