Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fremdkapital statt Eigenkapital mit Option auf Umwandlung in Eigenkapital

14.05.2010 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Dem §8b Abs. 3 Satz 4 KStG kann man entnehmen, dass Gewinnminderungen aus Gesellschafterdarlehen von Gesellschaftern, die mit weniger als 25% an einer Gesellschaft beteiligt weiterhin steuerlich zum Abzug gebracht werden können.

Es stellt sich nun die Frage, ob es für uns (Investor) sinnvoller sein könnte sich bei Startups nur mit wenig Eigenkapital zu beteiligen und den Rest als Gesellschafterdarlehen zu gewähren. Das Darlehen würde mit qualifiziertem Rangrücktritt versehen werden und wir die Option eingeräumt bekommen, das Darlehen innerhalb einer Frist in Eigenkapital umwandeln zu können, wenn z.B. das Startup die Gewinnzone erreicht hat.

Ziel: Im Falle einer Insolvenz könnte der Darlehensverlust von uns steuerlich zum Abzug gebracht werden, was bei einem Verlust des Eigenkapitals nach § 8b Abs. 3 Satz 3 ja nicht möglich ist.

Wäre so eine Lösung denkbar oder wäre dies aus Ihrer Sicht ein Umgehungstatbestand?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

§ 8b Abs. 3 Satz 1, 4 KSt sieht, wie von Ihnen ausgeführt vor, dass Gewinnminderung bei Gesellschafterdarlehen bis zu einer Beteiligung von 25 % gewinnmindernd geltend gemacht werden können.

Die Vorgehensweise, Eigenkapital und im Verhältnis ein Vielfaches als Gesellschafterdarlehen zur Verfügung zu stellen, ist bei Startups bzw. Venture Kapital Unternehmen durchaus üblich und stellt keinen steuerlichen Umgehungstatbestand dar.

Zumeist bietet sich eine solche Konstruktion an, die auch vilefach auch durch die öffentliche hand praktiziert wurden, um entsprechende Kfw Mittel einzuwerben.

Dies wird durch eine Entscheidung des BFH vom 14.01.2009, Az.: I R 52/08 bestätigt, nachdem bislang kein BMF Schreiben hier eine Klärung erbracht hatte. Im Rahmen der Einfügung der der Sätze 4 -8 in § 8b Abs. 3 KStG wurde hier die Grenze von 25 % eingezogen.

Daher wäre die von Ihnen angedachten Lösung vorbehaltlich der korrekten Umsetzung denkbar und kein Umgehenstatbestand.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen hilfreichen Überblick verschaffen.

Mit besten Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 74428 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Habe mich verstanden gefühlt. Komme bei Bedarf auf den Anwalt zurück. mfG ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Wir haben eine schnelle und kompetente Antwort erhalten, vielen Dank, tolle Arbeit. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine gut verständliche Einschätzung der rechtlichen Situation. Hat mir sehr weitergeholfen. ...
FRAGESTELLER