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Fremdgeschäftsführung, Insolvenzverfahren?

| 25.07.2016 10:08 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


11:38
Sehr geehrte Damen, geehrter Herren!

1. Ich arbeitete als Fremdgeschäftsführer in Hannover bei einer Beratungsfirma bis 31.05.2016, danach wurde mein Arbeitsvertrag durch den Arbeitgeber gekündigt.
2. Nach der Gesellschaftsvertrag bin ich noch Geschäftsführer, es gibt keinen Gesellschafterbeschluss mich aus dem Gesellschaftsvertrag zu löschen.
3. Der Gesellschafter des Unternehmens wohnt in Ungarn, er hat eine ungarische Bürgerschaft, er kann nicht Deutsch.
4. Der Gesellschafter hat mir versprochen, er wolle das Unternehmen auflösen und die Firma abschließen. So zahle er noch die nötigen Rechnungen und Kosten weiter.
5. Ich habe alle Informationen dem Gesellschafter über das Verfahren auf ungarisch gegeben, so er weiß ganz genau, was die Kosten und Pflichten sind.
6. Jetzt die Firma bekam verschiedene Inkasso-Aufforderungen, dass einige Rechnungen nicht bezahlt wurden. Weil ich diese Briefe erhalte (ich hole sie aus dem Büro ab), leite ich die Informationen per E-Mail weiter: was soll noch bezahlen usw.

Meine Fragen:
- Was sollte/könnte ich in diesem Fall tun, um meine Haftpflicht abzugrenzen oder wie kann ich mir in Sicherheit stellen?

Mit freundlichen Grüssen
25.07.2016 | 11:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Sie tragen vor, dass es keinen Gesellschafterbeschluss gäbe, der Sie abberufen würde. Nach deutschem Recht wird zwischen dem Anstellungsvertrag des Geschäftsführers und der organschaftlichen Stellung unterschieden. Der Arbeitsvertrag wurde gekündigt, somit entfällt Ihr Vergütungsanspruch.

Hier können Sie selber Ihr Amt als Geschäftsführer durch Mitteilung an den Gesellschafter in Ungarn niederlegen. Mit Zugang der Erklärung wäre Ihre Amtsniederlegung wirksam. Gut wäre, wenn Sie irgendwie einen Nachweis des Zugang hätten, schicken Sie die Amtsniederlegung als Fax, Brief und E-Mail.

Mit der Amtsniederlegung wäre Ihre Haftung erst einmal eingeschränkt, denn die Eintragung Ihrer Abbestellung in das Handelsregister ist nur deklaratorisch.

Ab dem Zugang der Abbestellung sollten Sie auch nicht mehr für die Gesellschaft handeln, also keine Verträge abschließen, aber auch nicht die Post abholen. Die Sache ist für Sie dann erledigt.

Da Sie der einzige Geschäftsführer sind, wird das Amtsgericht einen Notgeschäftsfüher bestellen. Dieser wird sicher auch prüfen, ob ggf. ein Insolvenzantrag zu stellen ist oder ob Sie sich sonst wie aus § 64 GmbHG haftbar gemacht haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 25.07.2016 | 11:32

Vielen Dank für die Antwort.

Ich hätte nun eine Nachfrage:
1. Der ungarische Gesellschafter ist auch Geschäftsführer.
2. Nach der Amtsniederlegung soll ich diesen Akt (die Amtsniederlegung) bei dem Amtsgericht melden um der Amtsgericht seine Aufgabe (den Notargeschäftsführer bestellen und den Verfahren) zu starten?

Mit freundlichen Grüssen:

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.07.2016 | 11:38

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfragen.

Da auch der ungarische Gesellschafter Geschäftsführer ist wäre die Gesellschaft nicht führerlos und der ungarische Geschäftsführer wäre alleinige Geschäftsführer. Sie sollten Ihre Amtsniederlegung diesem Gesellschafter gegenüber mitteilen.

Ihre Amtsneiderlegung muss aus § 12 HGB über einen Notar dem Registergericht mitgeteilt werden. Hier können Sie also zu einem Notar gehen und eine entsprechende Erklärung abgeben. Dieser wird die Erklärung sodann an das Registergericht weiter leiten.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

Bewertung des Fragestellers 25.07.2016 | 12:05

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