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Fremdbetreuungsregelung bei geteiltem Sorgerecht

16.01.2014 18:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: gemeinsames Sorgerecht und Kinderbetreuung

Mein Mann und ich haben uns getrennt. Ich bin mit den gemeinsamen Kindern ausgezogen, wir befinden uns im Trennungsjahr.
Wir haben uns vorläufig auf eine großzügige Besuchsregelung der Kinder beim Vater geeinigt (5 von 14 Tagen gesamt).

Bereits vor der Trennung habe ich mich für die Wiederaufnahme meines Studiums entschieden, da ich bisher aufgrund der ganztägigen Kindererziehung meine beruflichen Ambitionen auf Eis lgelegt habe, aber meinen Kindern auch zukünftig ein sicheres Zuhause bieten möchte. Wir hatten uns daher gemeinsam auf eine Betreuung durch die OGS für unseren Sohn (5,5 Jahre) und einen 45-Stunden-Kindergartenplatz für die Tochter (4 Jahre) geeinigt. Die Anträge auf die beiden Plätze wurden noch nicht bearbeitet; beide Kinder sind zurzeit nur bis zum Mittag (12 Uhr) in Fremdbetreuung.
Nun jedoch möchte mein Mann nicht mehr, dass die Kinder ab 12 Uhr fremdbetreut werden. Er argumentiert, er sei selbständig und könne sich seine Arbeitszeiten flexibel legen, um die Kinder täglich in den Mittagsstunden zu betreuen. Daher verweigert er mir seine Unterschrift für den Betreuungsvertrag mit der OGS bzw. für den geänderten Betreuungsvertrag der KiTa. Stattdessen solle ich gegebenenfalls bei meiner Studienplanung Abstriche machen, um die Kinder täglich ab 15 Uhr weiter zu betreuen. Die Unterstützung durch einen Babysitter oder eine Kinderfrau in meinem Haushalt lehnt er jedoch ebenfalls ab, sodass schlussendlich ein erfolgreiches Studium meinerseits nicht möglich wäre.

Auch für die Kinder ist diese Regelung sehr nachteilig, da sie damit täglich 3 Anlaufstellen (vormittags Schule, mittags Vater, abends Mutter) zu absolvieren hätten und jegliche Stabilität in ihrem Leben fehlen würde. Hinzu kommt, dass mein Mann sich bisher weitestgehend um die Kinderbetreuung gedrückt hat – abgesehen von den Mahlzeiten und den Wochenenden nahm mein Mann nur selten am Familienleben teil und arbeitete stattdessen in Vollzeit in seinem Büro zuhause, was bei Bedarf durch Nachbarn bezeugt werden könnte. Ich habe berechtigte Zweifel, dass er der Aufgabe der täglichen fürsorglichen Betreuung unserer Kinder auf Dauer gewachsen wäre.

Nun meine Fragen: Habe ich die Möglichkeit, trotzdem eine Betreuung durch die OGS/den Kindergarten durchzusetzen, um so mein Studium absolvieren zu können?
Hat mein Mann das Recht, sein Einverständnis zu verweigern, wenn ich für die fraglichen Zeiten (an meinen Betreuungstagen) einen Babysitter engagiere?
Könnte meinem Mann schnell und unkompliziert ein 50/50-Umgangsrecht zugesprochen werden, falls er dies einfordert?
Welche Schritte sollte ich generell vorsorglich unternehmen, falls mein Mann diesen Streit weiter auf Kosten unserer Kinder auszutragen gedenkt?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zunächst wäre bei Ihnen das Umgangsrecht zu regeln, dass also die Kinder feste Zeiten haben, zu denen sie zum Vater gehen. Ein sogenanntes Wechselmodell, das Sie ansprechen (50/50-Regelung) ist sehr umstritten und wird von den meisten Richtern abgelehnt und funktioniert nur, wenn beide Parteien das wirklich wollen. Ich selber halte nicht viel davon, da so die Kinder nur übermäßig verwirrt werden.

Daher sollten Sie keine Angst davor haben, dass Ihr Mann so eine Regelung zugesprochen bekommt, davon gehe ich nicht automatisch aus.

Sie sollten jedoch bezüglich des Umgangsrechtes schnell rechtlichen Rat einholen. Als Studentin wird der Anwalt vom Staat bezahlt (Beratungshilfe/Verfahrenskostenhilfe).

Des weiteren sprechen Sie die Problematik der Betreuung an. Da Sie beide das gemeinsame Sorgerecht haben, können Sie die Frage der Betreuung leider nicht alleine entscheiden. Hier kann er seine Unterschrift verweigern.

Sie haben jedoch die Möglichkeit, die Unterschrift per Gerichtsverfahren (die Kosten trägt bei Ihnen der Staat) ersetzen zu lassen, wenn die Betreuung dem Wohl des Kindes entspricht. Dies prüft dann der zuständige Richter.

Ich habe Ihnen eine Email geschrieben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
und Diplom-Ökonomin Dr. Corina Seiter, Rechtsanwältinn

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