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Freiwillige Zuwendungen von Tante für Studium steuerfrei?

12.04.2016 21:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


23:41
Eine Person befindet sich in Ausbildung und erhält während dieser Zeit von der Tante aus dem Ausland (Schweiz) freiwillig monatlich 1000 Euro, um das Studium und Leben zu finanzieren. Der Neffe muss sämtliche Lebens- und Studienkosten von diesem Geld abdecken. Die Ausbildung besteht aus einem Studium und gelegentlichen privaten Seminaren, die der Neffe besucht.
Die Zuwendung endet mit Abschluss der Ausbildung.
Ist diese Zuwendung steuerfrei oder fällt Schenkungssteuer an?

Was passiert, wenn zusätzlich zu dieser Zuwendung gelegentlich Geld dazuverdient wird (durch Minijobs, Studentenjobs oder Praktika), maximale Höhe hier 2000-4000 Euro pro Jahr. Wäre dann die Zahlung der Tante noch steuerfrei oder müsste sie versteuert werden?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Einsatz editiert am 12.04.2016 21:35:33
12.04.2016 | 22:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage nach der Schenkungssteuer beantworte ich wie folgt.

Die monatlichen Zuwendungen, unabhängig davon ob Schenkung oder sog. Zweckzuwendung, sind steuerpflichtige Vorgänge. Steuerpflichtig sind die Schenkerin zum Zeitpunkt der Schenkung oder der Beschenkte, wenn Sie Inländer sind.

Ein übliches Gelegenheitsgeschenk (§ 13 Abs. 1 Nr. 14 ErbStG ) wäre steuerfrei.

Grundsätzlich fällt Schenkungssteuer an, denn mehrere einzelne Zahlungen werden innerhalb von 10 Jahren zusammengerechnet (§ 14 Abs. 1 S. 1 ErbStG ).

Zwischen Tante und Neffe gilt Steuerklasse II, somit ein Freibetrag von 20.000 € (§ 15 Abs. 1 , § 16 Abs. 1 Nr. 5 ErbStG ).

D.h. spätestens nach 20 Monaten wird der Freibetrag überschritten und es fällt Schenkungssteuer an.

Arbeitsentgelte oder Ähnliches sind keine nach deutschem Recht schenkungssteuerrechtlich zu berücksichtigenden Zahlungen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 12.04.2016 | 22:49

Hallo,

ich möchte eine Rückfrage stellen:

Sie verlinken zur Steuerbefreiung (http://dejure.org/gesetze/ErbStG/13.html): Hier heißt es unter 5. "die Befreiung von einer Schuld gegenüber dem Erblasser, sofern die Schuld durch Gewährung von Mitteln zum Zweck des angemessenen Unterhalts oder zur Ausbildung des Bedachten begründet worden ist oder der Erblasser die Befreiung mit Rücksicht auf die Notlage des Schuldners angeordnet hat und diese auch durch die Zuwendung nicht beseitigt wird. Die Steuerbefreiung entfällt, soweit die Steuer aus der Hälfte einer neben der erlassenen Schuld dem Bedachten anfallenden Zuwendung gedeckt werden kann;"

Hier meine Rückfrage: Bedeutet dieser Passus entgegen Ihrer Auskunft vielmehr nicht, dass Ausbildungskosten sowie angemessene Unterhaltskosten steuerfrei bleiben oder müsste es sich dann um ein Ausbildungsdarlehen handeln?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.04.2016 | 23:41

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Der von Ihnen zitierte Befreiungstatbestand umfasst lediglich die "Befreiung von einer Schuld gegenüber dem Erblasser/Schenker [...]", d.h. wenn Sie bei Ihrer Tante (durch ein Darlehen) schulden haben und sie Ihnen diese erlässt.

Nr. 12 benennt ausdrücklich Zuwendungen für angemessenen Unterhalt und Ausbildung.
> Insoweit muss ich meine Antwort korrigieren, denn die Zuwendungen sind schenkungssteuerfrei, sofern Sie sich nicht selbst aus eigenem Vermögen unterhalten können und der Unterhalt angemessen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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